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eisenbahnüberführung : Medeweger Brücke braucht Zeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Bau der Eisenbahnüberführung im Zuge der B 104 in Groß Medewege verzögert sich um Jahre, weil die Planungen erst anlaufen müssen.

Der Bau einer Eisenbahnbrücke in Groß Medewege „verzögert sich um Jahre“. Das teilte die Deutsche Bahn jetzt mit. „Wegen der gegenwärtigen und der zukünftig zu erwartenden Verkehrssituation war zunächst eine Eisenbahnunterführung mit voraussichtlichem Baubeginn im nächsten Jahr, also 2015, vorgesehen. Diese Planungen wurden durch den Straßenbaulastträger verworfen“, sagte ein Bahn-Sprecher. Im Klartext: Das Straßenbauamt will lieber eine Brücke als einen Tunnel bauen. Deshalb wird jetzt eine Überführung entworfen, „die mit erheblichen Anforderungen an die Planung verbunden ist“, so die Bahn. Deshalb sei ein Baubeginn im kommenden Jahr nicht mehr realisierbar.

Dass überhaupt eine Überführung im Zuge der Bundesstraße B 104 in Groß Medewege gebaut werden soll, begründet die Deutsche Bahn mit gesetzlichen Vorgaben. „Im Rahmen einer gesetzlichen Verpflichtung sind Deutsche Bahn AG, Bund und Straßenbaulastträger partnerschaftlich verpflichtet, die ’Blinklicht-Bahnübergangstechnik an den bundesweiten Standard anzupassen und folglich durch neue Anlagen zu ersetzen.“ Allerdings betont der Staatskonzern sogleich, dass „Bahnübergänge bis zu der Geschwindigkeit 160 Kilometern pro Stunde zulässig sind. Diese Geschwindigkeit wird hier seit etwa zehn Jahren gefahren. Auch andere Sicherheitsprobleme gibt es an dieser Stelle nicht.“

Wegen der fehlenden Planungen für die Brücke stehen die Kosten auch noch nicht fest. Auf jeden Fall müssen sich die Bahn, der Bund und der Straßenbaulastträger, also das Land, den Millionenbetrag teilen. Das Logistikunternehmen beteuert bereits: „Die Deutsche Bahn steht zu ihrer Kostenbeteiligung!“

Auch für den zweiten Bahnübergang in Groß Medewege im Zuge der Hauptstraße gibt es eine Lösung. Baudezernent Wolfram Friedersdorff hatte vor einigen Wochen noch gefordert, dass der Zugang zum Biohof von der B 104 aus möglich bleiben muss. (SVZ berichtete) Der Bahn-Sprecher teilte mit, dass die bestehende Schrankenanlage durch eine neue ersetzt wird. Jedoch nicht sofort: „Wegen technischer Abhängigkeit zur Altanlage an der B 104 kann dies nur im Zusammenhang mit dem genannten Ersatzbauwerk an der B 104 erfolgen.“

Damit ergibt sich die Frage, was aus der alten Ortsumfahrung von Groß Medewege über Klein Medewege nach Lankow wird. „Die Strecke soll offen bleiben“, sagt Baudezernent Friedersdorff. „Über das Wie diskutieren wir noch.“ Das Problem: Die marode Straße und vor allem die sanierungsbedürftige Aubachbrücke dürfen keine Millionen Euro verschlingen. „40-Tonner müssen da nicht fahren“, so Friedersdorff. „Vielleicht machen wir aus der Strecke eine Fahrradstraße, die auch von Autos und landwirtschaftlichen Maschinen genutzt werden kann.“ Eine Entscheidung steht aber noch aus.

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erstellt am 09.Jan.2014 | 07:53 Uhr

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