Kunstaktion : Mecklenburger malen ihre Heimatstädte

Warin, Neubukow, Parchim (v.l.) – drei der Städte, die die Malaktion in Leezen unterstützten. Insgesamt waren zwölf Künstler aktiv.
Warin, Neubukow, Parchim (v.l.) – drei der Städte, die die Malaktion in Leezen unterstützten. Insgesamt waren zwölf Künstler aktiv.

Ein Dutzend Profis und Laien trafen sich zur Kunstaktion an Leezener Sporthalle – Wanderausstellung geplant

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06. Juli 2015, 16:00 Uhr

Schattenplätze an der Sporthalle Leezen waren gefragt: Sonnenschein und Hitze setzten den zwölf Künstlern zu, die am Sonnabend ihre Heimatstädte malten. Sie waren der Einladung von Ulrich Lüben aus Panstorf gefolgt und brachten Stadtansichten auf große Leinwände. Die Idee zu dieser Kunstaktion kam in Malateliers und Rathäusern Westmecklenburgs gut an. Denn zu den Sponsoren gehörten die Kommunen, die dafür im Gegenzug abgebildet wurden. „Ich hoffe, dass es zu einer Wanderausstellung in den beteiligten Städten kommt“, sagte Lüben. Danach sollen die Werke für einen guten Zweck versteigert werden.

Parchim war am Sonnabend gleich auf drei der großformatigen Bilder zu entdecken. Denn von dort kamen drei Mitstreiter aus dem Amateurverein für bildende Kunst nach Leezen. Gabi Jopp wählte eine Ansicht über die Elde, Helga Engel setzte den Wockersee in den Vordergrund und Helmut Märtin entschied sich für den Blick vom Picherberg. „Der Wasserturm scheint vielleicht etwas zu groß – im Vergleich zu den beiden Kirchtürmen“, erzählte der 65-Jährige. Aber die Silhouette der Eldestadt stellt sich eben aus jeder Himmelsrichtung anders dar. Yvonne Püsching hatte extra ein Foto ihrer Heimatstadt Warin gemacht, das ihr als Vorlage diente. Die 35-Jährige lebt zwar inzwischen in Zittow, wollte aber Warin mit der Stadtkirche malen. „Das hat geklappt, denn wir haben direkt in Warin nachgefragt“, freut sich Yvonne Püsching, die auch in die Vorbereitungen der Aktion eingebunden war. Annekatrin Weiß wiederum wurde von ihrer Stadt Neubukow sogar gebeten, an der Aktion teilzunehmen. Die studierte Landwirtin ist heute als Künstlerin tätig. Doch eigentlich sind Grafiken und Federzeichnungen ihre Techniken. Am Sonnabend verwendete die 54-Jährige wie fast alle Teilnehmer schnell trocknende Acrylfarbe und malte damit die erwünschte Stadtansicht. „Die Atmosphäre ist super“, betonte Weiß. Die Neubukowerin war beispielsweise sehr beeindruckt, wie die 76-jährige Christel Dettmann arbeitete. Die Lübzerin ist jetzt auf dem Bild von Neubukow zu sehen.

Auch Ulrich Lüben war mit der Premiere der Aktion sehr zufrieden. Er hofft nun auf eine doppelte Fortsetzung – erst die Wanderausstellung und später die nächste Malaktion.

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