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Polizei sucht Zeugen : Massenschlägerei in Schweriner Innenstadt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Am Lobedanzgang haben sich 30 Zuwanderer geprügelt. Polizei kündigt verstärkte Streifen rund um den Marienplatz an.

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Fliegende Fäuste, wilde Tritte und Stangen als Waffen: Am Donnerstag Nachmittag kam es am Lobedanzgang in der Nähe des Schlosspark-Centers zu einer wilden Massenschlägerei mit rund 30 Beteiligten. Nach Eintreffen der Polizei am Ort des Geschehens fanden die Beamten nur noch zehn Beteiligte arabischer Herkunft vor. Ob es sich bei den jungen Männern um Opfer oder Täter handelte, stand nach Polizeiangaben zunächst noch nicht fest. Nach Feststellung der Personalien wurden sieben Männer zur Vernehmung mit auf die Wache genommen.

Augenzeugenberichten zufolge soll die Auseinandersetzung gegen 15.30 Uhr begonnen haben. „Im Verlauf der Schlägerei ist ein Beteiligter nach einem Schlag gegen seinen Kopf zu Boden gegangen“, sagte Polizeisprecher Steffen Salow. Nach der notärztlichen Versorgung vor Ort sei der Mann anschließend ins Krankenhaus gebracht worden, insgesamt habe es drei Verletzte gegeben. „Ersten Erkenntnissen nach waren etliche Beteiligte nicht aus Schwerin, sondern sind in Hagenow und Umgebung gemeldet“, erklärte Salow. Ob sich die Schläger im Vorfeld zu einem Treffen verabredet hatten oder sich die Schlägerei spontan aus einer hitzigen Diskussion ergeben hatte, sei unklar. „Es ist beides denkbar. Aufgrund der mitgebrachten Stangen und Latten deutet aktuell aber einiges auf ein geplantes Treffen hin“, so der Polizeisprecher.

Die Schlägerei war nicht der erste Vorfall in der Innenstadt in dieser Woche. In der Marienplatzgalerie waren am Mittwochnachmittag mehrere Flüchtlinge aneinander geraten. Ein Mann soll einen anderen angegriffen haben, seine Freunde hätten den Attackierten dann verteidigt, berichtete die Polizei. Nach dem Streit waren die Männer geflüchtet. „Die Polizei sucht weiterhin fünf Beteiligte“, sagte Salow gestern. Durch Aussagen von Zeugen sei ein Beteiligter identifiziert worden, es handele sich um einen 21-jährigen Syrer, der in der Vergangenheit bereits bei der Polizei aktenkundig geworden sei.

Dass es einen Zusammenhang zwischen der Auseinandersetzung am Mittwoch und der Schlägerei gestern gibt, sei nicht ausgeschlossen, sagte Salow. „Wir müssen die Ermittlungen abwarten.“

Und wie soll es weitergehen rund um den Marienplatz? In den vergangenen Monaten war die Polizei fast rund um die Uhr mit einem Fahrzeug auf dem Platz, größere Vorfälle hatte es seitdem nicht mehr gegeben. Seit Jahresbeginn habe es deshalb keine ständige Präsenz mehr auf dem Marienplatz gegeben, sondern regelmäßige Patrouillen, so der Sprecher. Auf die jüngsten Vorfälle werde die Polizei aber reagieren: „Wir werden den Bereich am Marienplatz verstärkt bestreifen“, kündigte Salow an.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei konnte vor Ort bereits ein Video, welches ein Teil der Auseinandersetzung zeigt, von Zeugen entgegennehmen. Es ist davon auszugehen, dass unbeteiligte Passanten Video- bzw. Fotoaufnahmen angefertigt haben. Um das Tatgeschehen genau aufzuklären, bittet die Kriminalpolizei dieses Aufnahmen zur Verfügung zu stellen. Wenn technisch möglich, können diese Aufnahmen an folgende Adresse gesendet werden: pressestelle-pi.schwerin@polizei.mv-regierung.de. Als Alternative bietet die Polizei an, auf Wunsch direkt vor Ort die Daten zu transferieren, teilen Sie dies bitte per E-Mail mit. Andere sachdienliche Hinweise zur Auseinandersetzung können ebenfalls an die E-Mail-Adresse der Pressestelle geschickt werden.

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