Stralendorf feiert : Marschall Blücher gab sich die Ehre

Beim Umzug durch Stralendorf waren auch die Schweriner Spielleute mit von der Partie.  Fotos: Christian Koepke (2)
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Beim Umzug durch Stralendorf waren auch die Schweriner Spielleute mit von der Partie. Fotos: Christian Koepke (2)

Stralendorfer feierten die Geburtsstunde ihres Ortes vor 680 Jahren mit einem Fest und einem berühmten Gast

svz.de von
06. Juli 2014, 23:25 Uhr

War das ein Empfang für Marschall Blücher in Stralendorf. Junge Tänzerinnen umgarnten den Helden der Napoleonischen Befreiungskriege, überreichten ihm Blumen, die der Beschenkte galant zurückgab. Hoch zu Ross, begleitet von einem Spielmannszug, ging es anschließend durch den Ort.

Drei Tage lang feierte Stralendorf seine Ersterwähnung vor 680 Jahren – als Blücherfest. Denn es war der Ritter Heinrich von Blücher, der 1344 dem Schweriner Domkapitel eine Schenkung machte und so für Stralendorfs „Geburtsstunde“ sorgte. Aus dieser Familie stammt
auch Gebhard Leberecht von
Blücher (1742 bis 1819), der als „Marschall Vorwärts“ in die Geschichtsbücher einging.

Der 77-jährige Klaus Beckert aus Leipzig schlüpfte beim Dorffest in die Rolle des berühmten Soldaten. Er besuche immer wieder gerne sein schönes Mecklenburg, sagte Blücher bei der offiziellen Begrüßung durch Stralendorfs Bürgermeister Helmut Richter. „Möge die Welt nun friedlich und Napoleon auf seiner Insel bleiben“, fügte er hinzu.

Natürlich kamen die Stralendorfer aus ihren Häusern, um einen Blick auf den Gast in Uniform zu erhaschen. Auf dem Festplatz war derweil für jede Menge Unterhaltung gesorgt. Das Angebot reichte von einer Hüpfburg für die Kleinen über Möglichkeiten zum Basteln und Malen bis zu diversen Marktständen. Bis in die Nacht konnte im Festzelt getanzt werden, und ein Feuerwerk gab es auch.

Ballsicherheit bewiesen die Stralendorfer an der Torwand. Dass es den Bürgern nicht gelingt, innerhalb von drei Stunden 68 Treffer zu landen, hatte der Sportverein gewettet – und musste sich schon vor Ablauf der Zeit geschlagen geben. Die Sportler werden nun den Spielplatz im Ort auf Vordermann bringen. Bei so viel Engagement zeigte sich Bürgermeister Richter spendabel. Er will ein Fass Freibier ausgeben, wenn die Stralendorfer Fußballer im Herbst ihr erstes Spiel auf dem neuen Sportplatz machen.


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