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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 19:34 Uhr

Serie: Buga-Rückblick : Maritimes Flair mit Fehlern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das hat uns die Bundesgartenschau 2009 gebracht – heute: der neue Standort des SV Mecklenburgisches Staatstheater

von
erstellt am 31.Jul.2017 | 11:57 Uhr

Mit der Stadtentwicklung für die Bundesgartenschau 2009 und dem erklärten Ziel der Stadt, Schwerin zum Wasser zu öffnen, machte sich auch der Umzug von Wassersportvereinen erforderlich. Für die Gestaltung des Platzes am Beutel war der SV Mecklenburgisches Staatstheater „im Wege“. Der breite, flache Giebel des Vereinshauses und dichtes Gebüsch daneben ließen keinen Blick auf den Beutel zu. Maritime Atmosphäre – Fehlanzeige. Deshalb musste der SV Mecklenburgisches Staatstheater seinen angestammten Platz verlassen und an das Südufer des Beutels umziehen. Dass die Vereinsführung dabei, genau wie andere von der Buga betroffene Vereine, maximale Forderungen stellte, lag in der Natur der Sache. Ergab sich doch zu diesem Zeitpunkt die einmalige Gelegenheit, ohne große eigene finanzielle Mittel zu einer deutlichen Verbesserung der eigenen Möglichkeiten zu kommen. So bekam der Theaterverein ein modernes Vereinshaus mit einer erweiterten Steganlage.

So hat sich der Platz am Beutel verändert

 

Im Jahr 2007 begannen die Arbeiten. Das Vereinsheim wurde abgerissen, ebenso die Stege. Ein kleines, reetgedecktes Häuschen aber musste mit an den neuen Standort. Die Sportfreunde hatten es in den 1950er-Jahren aus Pinnow geholt, wo es als Schafstall diente. Über die Jahre aber hatten die Vereinsmitglieder viele Arbeitsstunden in den Erhalt des Hauses gesteckt, so dass ihr Herz daran hing. Also musste das Gebäude mit umziehen und wurde mit einem Kran und einem Ponton an den neuen Standort gebracht.

 

Mit dem Umzug an das Südufer des Beutels bekam der SV Mecklenburgisches Staatstheater auch eine neue Steganlage. Doch daran hatte der Verein nicht lange Freude. „Mit unserem neuen Vereinsheim sind wir sehr zufrieden“, sagt Vorstandsmitglied Susanne Töpfer. „Aber die Stege machen uns schon lange Sorgen. Pilz- und Schimmelbefall haben die Sportfreunde festgestellt. Ein Befund, den auch die benachbarten Büdelschipper im Jahr 2013 erheben mussten (SVZ berichtete). Der Theaterverein hat sich nun entschlossen, die Stege erneuern zu lassen. „Der West-Steg ist bereits fertig“, sagt Susanne Töpfer. Jetzt stellt sich die Frage, wer die Kosten trägt. Der Verein will das Geld von der Stadt haben. Schließlich hat die Buga GmbH im Namen und auf Rechnung der Stadt gebaut. Doch die Stadt wehrt sich, will nicht zahlen. „Derzeit läuft ein Verfahren vor dem Landgericht“, bestätigt Rechtsamtsleiter Hartmut Wollenteit.

Die Schweriner und ihre Gäste aber können unabhängig davon nach dem Vereinsumzug jetzt maritimes Flair am Beutel erleben.


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