Trauerfeier im Theater : Marga Heiden hätte sich gefreut

Ehrung einer großen Schauspielerin: Weggefährten erinnneten sich im Gespäch mit Manfred Brümmer (M.) an Marga Heiden.
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Ehrung einer großen Schauspielerin: Weggefährten erinnneten sich im Gespäch mit Manfred Brümmer (M.) an Marga Heiden.

Hunderte Schweriner nehmen bei der bewegenden Trauerfeier im Theater Abschied von der beliebten Volksschauspielerin

svz.de von
19. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Marga Heidens Leben war die Bühne. „Deswegen bin ich überzeugt, dass wir ganz in ihrem Sinne handeln, wenn wir zu einer Gedenkfeier im Großen Haus einladen“, hatte Theaterintendant Joachim Kümmritz nach dem Tod der überaus beliebten Volksschauspielerin Anfang Dezember gesagt. Weggefähren und Kollegen, die sich am Mittwoch gemeinsam mit hunderten Gästen, darunter ihre Töchter Katrin Sass und Franziska Topper, zur Erinnerung an die quirlige Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin im Theater zusammengefunden hatten, bestätigten gern: Marga Heiden hätte sich über solch eine Abschiedsfeier gefreut.

70 Jahre hat sie auf der Bühne gestanden – da gab es eine Menge Anekdoten und Geschichten, Rollen und Auftritte, an die ihre Freunde gern erinnerten. Und weil Marga Heiden, die als 13-Jährige eine Tanz- und Schauspielausbildung begann und mit 17 ihr erstes festes Engagement bekam, ihre größten Erfolge aber mit der Fritz-Reuter-Bühne feierte, wurde größtenteils auf Plattdeutsch geredet. Manfred Brümmer übernahm einfühlsam und verschmitzt die Moderation im Podium, während auf der Leinwand im Hintergrund Fotos und Filmausschnitte an die kleine, bei Kollegen und den Schwerinern so beliebte Schauspielerin erinnerten.

Ekke Hahn berichtete von seiner ersten Zusammenarbeit mit Marga Heiden – er als Rabe, sie als Rabenmutter. Eberhard Bremer, ihr Bühnenpartner aus der legendären Plattdeutsch-Adaption von „Dinner for one“, erzählte von Feiern in der alten Theaterkneipe am Großen Moor. Günter Bruhn gab Anekdoten zu ihrer Orientierungsschwäche preis und Andreas Auer plauderte Geschichten von den arbeitsreichen, teils abenteuerlichen Reisen der Niederdeutschen Bühne durch die Lande aus. Aber stets schwang Hochachtung und Bewunderung für eine talentierte Schausspielerin mit großem Herzen in den Erzählungen mit. Es war eine sehr emotionale Würdigung, bei der viel gelacht wurde und doch den Besuchern die Tränen in den Augen standen. „Zur Trauer kommt die Dankbarkeit für das , was sie uns gegeben hat“, gab Brümmer den Schwerinern abschließend mit auf den Weg: „Freude“.


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