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Zeitung für die Landeshauptstadt

16. Dezember 2017 | 10:02 Uhr

Leezen : Maler rücken ihre Heimat ins Licht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ulrich Lüben will eine Kunstaktion in Leezen initiieren: Künstler sollen ihre Städte malen, die Bilder werden für guten Zweck versteigert

von
erstellt am 16.Feb.2015 | 14:00 Uhr

Das Malen ist die großen Leidenschaft von Ulrich Lüben. Um genau zu sein: das Kunstmalen. Denn der 69-Jährige aus Panstorf, Gemeinde Leezen, arbeitet beruflich als Malermeister und ist als solcher noch immer aktiv. „Ganz so viel wie früher mach ich aber nicht mehr. Die Arbeit wird nicht leichter. Man spürt es in den Knochen“, sagt er. Der Kunstmalerei hingegen widmet er sich immer noch gern. Und zusehends mehr.

Jetzt hat er eine ganz neue Idee. Er will in Leezen eine Kunstaktion starten. Kunstmaler aus Norddeutschland sind eingeladen, auf dem Parkplatz neben der Sparkasse und dem Schloss-Café Silhouetten von ihren Städten auf die Leinwand zu bringen. „Ein Maler, der aus Hamburg kommt, malt eine Ansicht der Hansestadt, der Schweriner wird einen Blick auf die Landeshauptstadt einfangen. So kann jeder Künstler seine Heimatstadt porträtieren.“

Mit dieser Aktion will Ulrich Lüben sowohl kulturelles als auch historisches Interesse befördern. „Viele norddeutsche Städte haben eine bemerkenswerte Silhouette, die mit einem hohen Wiedererkennungswert ihre Stadt darstellen. Solche Stadtansichten repräsentieren aber nicht nur den Ort, sondern erzählen auch etwas über unser schönes Norddeutschland und seine Geschichte“, erläutert Lüben sein Anliegen. Die Bilder könnten in vier, fünf Stunden fertig sein. Damit die Künstler, 45 sind eingeladen worden, nicht mit den Malutensilien anreisen müssen, will Lüben dafür sorgen, dass das Material gestellt wird.

Die Bilder sollen in der Regel 1,40 mal 1 Meter groß sein. „Wir werden ausschließlich mit Acryl arbeiten“, sagt Lüben. „Acrylfarben trocknen schneller als beispielsweise Öl.“

Um das alles bezahlen zu können, werden die Kommunen, in denen die Künstler zu Hause sind, gebeten, jeweils 100 Euro zu spenden. Denn die Kosten wolle er nicht noch den Künstlern aufdrücken, erläutert der Panstorfer. „Die sollen sich ohnehin unentgeltlich an der Aktion beteiligen.“ Die gemalten Bilder sind für einen guten Zweck bestimmt. „Sie sollen öffentlich versteigert werden. Der Erlös fließt wieder in die Heimatstadt des Künstlers zurück.“ Das Geld könne zum Beispiel für Behinderten- oder Seniorenarbeit eingesetzt werden. Zuvor könnten die Kunstwerke noch in verschiedenen Städten ausgestellt werden – so der Wunsch bestehe.

Ein konkretes Datum für die Kunstaktion steht zwar noch nicht fest, aber der große Zeitrahmen: Ende Juni, Anfang Juli soll sie stattfinden. Auf alle Fälle vor Beginn der Ferien in Mecklenburg-Vorpommern. Denn die meisten Künstler, die er eingeladen habe, stammen aus unserem Bundesland.

Mit seinem Bürgermeister in Leezen, Gerhard Förster, hat Lüben bereits gesprochen. Dem gefiel der Vorschlag sofort. „Die Gemeinde will mich unterstützen.“

Auch wenn der Panstorfer sich um das nötige Drumherum kümmern will, malen möchte er selbstverständlich auch selbst. „Das werde ich mir doch nicht nehmen lassen“, betont er. Seit seinem zwölften Lebensjahr beschäftigt sich Ulrich Lüben mit Malerei. Das Interesse daran habe er von seinem Großvater. Der Kunsterzieher lebte in Lübtheen, dort verbrachte Ulrich Lüben seine Kindheit und seine Jugend. Das hat ihn geprägt. Wohl deshalb auch kam er nach der Wende von Hamburg wieder nach Mecklenburg zurück. Derzeit hat er in Lübtheen eine Ausstellung. Seine Bilder zeigen Landschaften, Blumen, aber auch Abstraktes. Sein Wissen über die Malerei hat sich Lüben selbst beigebracht.

Wer mehr über die Kunstaktion in Leezen erfahren möchte, kann sich an Ulrich Lüben unter der Rufnummer 0152-36819016 wenden.

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