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Reitturnier in Raben Steinfeld : Mädchenherzen schlagen hier höher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nachwuchs triumphiert beim ersten Reitturnier des Jahres in Raben Steinfeld

Der Schlaf kam am Wochenende etwas zu kurz. Doch Marie-Kristin Oppitz ist glücklich. „Es hat sich gelohnt“, sagt die 17-Jährige und legt das Turnierjacket sorgfältig über den Stuhl. Sie ist eine der jungen Nachwuchstalente des Raben Steinfelder Reitvereins Hubertus. Der hatte jetzt zum ersten großen Turnier der Saison geladen – zum Vorsaison-Auftakt. Denn die meisten Turniere beginnen im Mai. Aber nicht nur das war wohl der Grund für die Vielzahl an Reitern, die am Wochenende ihr Können unter Beweis stellten. 210 Ritte wurden bewertet, 140 Teilnehmer gingen an den Start. Lediglich eine kleine Hagelpause gönnte Reitern, Richtern und Pferden eine kleine Verschnaufpause.

Für Marie-Kristin Oppitz klingelte der Wecker am Sonnabend bereits um 5 Uhr, nur vier Stunden später hatte sie die Sieger-Rosette bereits ihrer Friesenstute „Mona“ angesteckt. Sie ging als stolze Siegerin der A-Dressur vom Platz. Und verwies die durch reichlich Starter vertretenden Reiter von Vereinen aus den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg sowie der Prignitz auf die Plätze. Die Schülerin ist zwar stolz und glücklich, aber auch bescheiden: „Ich hatte es gar nicht auf einen Pokal abgesehen, ich gehe nur aus Spaß an der Freude reiten“, erklärt die Schwerinerin. Und gerade jetzt, wo das Abitur ansteht, sei die Zeit knapp bemessen. Lediglich zwei Stunden hat sie in der Woche Zeit, um im Raben Steinfelder Reitstall vorbeizuschauen. Doch diese 120 Minuten werden voll ausgekostet. „Ich wollte als Dreijährige unbedingt mal auf einem Pferd sitzen. Mein Vater gab nach und dann war es passiert“, erzählt Marie-Kristin Oppitz. Seit dem habe sie die Liebe zu den Pferde nicht mehr losgelassen. Den Traum vom eigenen Pferd hat die 17-Jährige aber vorerst beiseite geschoben: „Ich würde nach dem Abitur gern Maschinenbau studieren, dann ist keine Zeit für ein eigenes Pferd.“ Doch die Schwerinerin hofft auf eine Reitbeteiligung.

Im Raben Steinfelder Verein Hubertus sind Mitglieder ohne eigenes Pferd ebenso willkommen. „Wir haben überwiegend Kinder im Verein, denn die Nachwuchsförderung haben wir uns ganz groß auf die Fahnen geschrieben“, erklärt Konstanze Jorzik, die selbst nicht im Verein reitet, aber ein Pferd eingestellt hat und mit anpackt, wenn Hilfe gefragt ist.

In diesem Jahr kamen die Organisatoren und die tatkräftigen Unterstützer an ihre Grenzen. Größer, so Vorstandsmitglied Patrick Kort, dürfe das Teilnehmerfeld künftig nicht werden. Gleichzeitig freut es ihn, wie auch die anderen Vereinsmitglieder, dass die Resonanz auf das erste Turnier des Jahres in der Region so groß ist. Ein glückliches Siegerlächeln gab es zudem bei Patricia Bollhorn und Roberto Radant – sie räumten die meisten Punkte bei den A-Springen ab. Sieger der ersten Abteilung der E-Dressur wurde die zehnjährige Letizia Brandt aus Glaisin mit dem ihr zu Verfügung gestellten Pony-Hengst Vito der Familie Kirchner/Krüger. Zufrieden gingen ebenso die Teilnehmer der Einsteigerprüfung für die Kleinsten im Führzügel und des Einfachen Reiterwettbewerbs vom Platz. Dazu gehörte die siebenjährige Juli aus Schwerin. Ihr Pferd Naila hatte als Glücksbringer und „Geburtstagsgeschenk“ ein Herz auf den Po rasiert.

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erstellt am 24.Apr.2017 | 21:00 Uhr

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