Cambs : Mädchen gegen Jungs

Liegen ständig im Klinsch: Die Mädels der „Wilden Hühner“ und die Jungsbande „Pygmäen“.
Liegen ständig im Klinsch: Die Mädels der „Wilden Hühner“ und die Jungsbande „Pygmäen“.

Schüler haben ein Jahr lang geprobt und zeigen jetzt den Jugendbuchklassiker „Wilde Hühner“ auf der Bühne

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24. Juni 2019, 05:00 Uhr

„Dann musst du dich umdrehen und ganz überrascht sein. Und du kommst dann von hier aus auf die Bühne.“ Die Anweisungen sind klar. Die Texte sitzen. Und auch die Kostüm-Frage ist geklärt. Morgen starten die Mitglieder der Cambser Theater-AG mit ihrem Bühnenstück „Die Wilden Hühner“. Den Jugendbuch-Klassiker „Wilde Hühner“ haben sich die Schüler für ihren großen Auftritt ausgesucht. Der ist morgen in der Aula der Grundschule.

Seit einem Jahr feilen die Jungen und Mädchen an ihren Szenen. Immer wieder geben Lehrerin Anne-Sophie Schult und AG-Leiterin Cathrin Ulrich hilfreiche Tipps oder auch das passende Einstiegswort. „Das ist alles gar nicht so einfach. Was im Fernsehen leicht aussieht, ist dann doch mit Anstrengungen verbunden. Aber wir machen das alles freiwillig und gern“, sagt Gordon Vidra. Besonders schwer fällt ihm, nicht zu lachen, wenn es auf der Bühne ernst zugeht. Denn der Zwist zwischen der Mädchen-Gruppe „Wilde Hühner“ und der Jungsbande „Pygmäen“ hat durchaus tiefsinnige Elemente. Auf der Suche nach einem Schatz gibt es immer wieder kleine Feindseligkeiten zwischen beiden Gruppen. Die Oma muss ins Krankenhaus. Es gilt auf das Haus aufzupassen und dabei taucht ein geheimnisvoller Schlüssel auf, der zu einer Schatzkarte führt. „Mehr wollen wir aber nicht verraten“, sagt Gordon Vidra.

Die Reibereien zwischen Jungs und Mädchen haben die Cambser Schüler in reichlich Musik und kesse Sprüche verpackt. Dass diese nun neben der „normalen Schularbeit“ auch noch gepaukt werden müssen, sei kein Problem, versichert Fiona Hübscher. Sie hat sich bewusst für die Theater-AG entschieden. „Manchmal habe ich Angst, etwas zu vergessen. Aber die Freude beim Spielen ist so groß, dass das dann keine Rolle mehr spielt.“ Auch Cai Heinze hat sich für eine der Hauptrollen mit großem Redeanteil entschieden. Als „Willi“ steht er morgen auf der Bühne. Ein Pumper-Typ mit nicht all zu sehr intelligenten Beiträgen. Aber liebenswert. Cai Heinze spielt mit dem Gedanken, später einmal seinen Lebensunterhalt mit Schauspielerei zu verdienen. „Aber dann nicht auf einer Theaterbühne, eher im Fernsehen“, ergänzt er.

Von einer Karriere wie Orlando Bloom träumt Moritz Kissel zuweilen. Bei den Wilden Hühnern spielt er den Steve. „Ich habe nicht viel Text, aber im vergangenen Jahr stand ich noch hinter der Bühne, diesmal drauf und mal schauen, was im nächsten Jahr kommt“, sagt der Schüler. Dann ist er wieder auf der Bühne gefragt. Gemeinschaftstanz: Jungs gegen Mädchen. Was sonst?

Am morgigen Dienstag zeigen sie um 12 Uhr das Theaterstück für ihre Mitschüler, und für alle anderen wird es ein zweites Mal um 18 Uhr aufgeführt. Es gibt noch freie Plätze in der Aula der Grundschule. Karten gibt es an der Abendkasse.

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