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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 10:45 Uhr

Schwerins Kirchen : Luther und der Zauber des Anfangs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

500 Jahre Reformation: Schweriner feierten Stadtgottesdienst im Dom - LED-Bibel am Marktportal hat viele Interessierte angelockt

von
erstellt am 31.Okt.2017 | 21:00 Uhr

„Jetzt ist es soweit“, sagte Dompredigerin Ariane Baier. „500 Jahre Reformation – lange wurde darüber diskutiert, wurde das Fest vorbereitet. Lassen Sie uns nun gemeinsam feiern.“ Rund 1000 Schweriner und Gäste feierten heute mit beim Stadtgottesdienst im Dom, erinnerten an Martin Luther, sangen gemeinsam „Ein feste Burg ist unser Gott“ und andere Lieder, beteten, reihten sich ein in die Schlange beim Abendmahl.

Am 31. Oktober 1517 hatte Luther seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen. Vom Zauber des Anfangs sprach der neue Propst, Marcus Antonioli, in seiner Predigt. Martin Luther habe sich als Kind seiner Zeit nach einem gnädigen Gott gesehnt. „Und diesen Gott verkündigen wir bis heute“, sagte Antonioli. Doch die Zeiten für die Kirche seien schwieriger geworden, der Zauber des Anfangs lasse sich nicht beliebig reproduzieren. Dabei sei Orientierung gefragt, der Reformationstag deshalb ein wichtiger Tag, so der Theologe. „Jesus lehrt uns, jeden Menschen als sein geliebtes Kind, als geliebtes Kind Gottes, anzunehmen.“ Gerade auch diese aktuelle Botschaft habe Luther in die Welt hinausgesandt.

Auf einem Leuchtband über dem Marktportal des Doms konnten Interessierte in den vergangenen zwölf Monaten den Bibeltext nach der Übersetzung von Martin Luther in einer Endlosschleife lesen. Mit einer Andacht vor dem Portal wurde das Projekt gestern beendet. Die LED-Bibel habe viele Menschen erreicht, sagte Domprediger Volker Mischok, der zur Feier des Tages an jeden Teilnehmer der Andacht einen Tropfen von Luthers Lieblingswein Malvasier ausschenkte.

 

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