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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. August 2017 | 16:05 Uhr

Kunst am Schweriner See : Lustwandeln am See

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kunst im öffentlichen Raum: Gartensommerverein will Franzosenweg zum Kultur- und Erlebnispfad machen

Es ist einer der beliebtesten Spazierwege der Stadt: der Franzosenweg. Er soll das Herzstück eines Kultur- und Erlebnispfades werden. Die Idee hat der Kultur- und Gartensommerverein entwickelt. „Wir wollen mit dem Konzept ein zusätzliches touristisches Angebot in der Stadt machen“, sagt Vereinsvorsitzender Dr. Armin Jäger. Dazu sollen bereits bestehende und neue Angebote vernetzt werden.

Vom Alten Garten bis nach Raben Steinfeld soll der Kultur- und Erlebnispfad in seiner ganzen Länge führen. Kunstobjekte, Badestellen, Spielplätze geschichtsträchtige Orte, Gastronomie und vieles mehr soll geboten werden. „Durch das Zusammenspiel von Kunst und Landschaft wollen wir neue Impulse setzen“, sagt Vorstandmitglied Matthias Proske, der als Landschaftsplaner das Konzept des Kultur- und Erlebnispfades maßgeblich entworfen hat. „Statt die freie Natur als Ausstellungsraum zu ,missbrauchen‘ wollen wir sie in ihrer Eigenart und Bedeutung so wenig wie möglich verändern“, so Proske.

Schon seit 2015 arbeitet der Verein an der Umsetzung der Idee der Gestaltung des Franzosenweges. „Wir sind nur ein kleiner Verein“, sagt Armin Jäger. „Da ist die Verwirklichung nicht einfach.“ Denn was auch immer neu gestaltet werden soll – es kostet Geld. Der Antransport der Kunstwerke, Fundament, Genehmigungen wollen bezahlt werden. „Wir sind auf Sponsoren und Spender angewiesen.“

Der geplante Kultur- und Erlebnispfad gehört zur Kulturlandschaft, die mit dem Residenzensemble auf die Welterbeliste der Unesco soll. Ein entsprechender Antrag wird derzeit erarbeitet. Dadurch ist die Verwirklichung der Träume des Kultur- und Gartensommervereins nicht ganz einfach. „Wir wollten eine erste Plastik gegenüber vom Schloss aufstellen“, sagt Matthias Proske. „Doch da mussten wir Rücksicht auf das Welterbe nehmen.“ Eine Sichtachse zum Schloss kann nicht verstellt werden. Nun soll die Plastik, ein Werk von Jo Jastram, an der Ziegelsee-Promenade aufgestellt werden.

Der vom Kultur- und Gartensommerverein konzipierte Kultur- und Erlebnispfad findet großes Interesse. Er wurde als Kernstück einer Schwerin-Line, die vom Stangengraben bis nach Raben Steinfeld reichen soll, in die Machbarkeitsstudie für die Bundesgartenschau 2025 aufgenommen und durch weitere Ideen angereichert. „Eine weitere Buga würde unser Vorhaben natürlich befördern“, sagt Armin Jäger. Sein Verein unterstützt nicht nur aus diesem Grund eine zweite Bundesgartenschau.

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erstellt am 22.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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