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Schweriner helfen dem kleinen Luis : Luis kämpft gegen den Krebs

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Diagnose Leukämie: Luis ist erst sechs Jahre alt und leidet unter MDS. Die Erkrankung des Knochenmarks führt unbehandelt zum Tod. Jetzt helfen zahlreiche Schweriner. Spenden auch Sie!

svz.de von
erstellt am 23.Dez.2012 | 05:53 Uhr

Schwerin/Ludwigslust | Luis ist sechs Jahre alt und wirkt im allerersten Moment ein bisschen schüchtern. Wenn er aber lacht, dann leuchten seine Augen, strahlt das ganze Gesicht, dann erzählt er, dass er später einmal Bauer werden will. Oder Fotograf - da muss er morgens nicht immer so früh aufstehen. Dass der kleine Junge zurzeit aber nicht ganz so unbeschwert leben darf wie seine Altersgenossen, das erfährt man erst im Gespräch mit seinen Eltern oder Therapeuten: Luis hat Krebs und zwar in einer aggressiven Form. Um zu überleben, braucht der Sechsjährige eine Knochenmarkspende.

Im Januar fährt er in die Spezialklinik nach Freiburg, dort beginnt eine neue Therapie und mit ihr neue Hoffnung. "Viele liebe Freunde helfen uns in dieser Zeit", sagt Vater Marco Leverenz. Und auch eine Spendenaktion ist inzwischen angerollt. Denn: Familie Leverenz hat viele Kliniken aufgesucht, fährt inzwischen regelmäßig nach Freiburg und auch immer wieder von Ludwigslust, wo die Vier leben, nach Schwerin in die Klinik. Dort bekommt Luis Bluttransfusionen. All diese Fahrten und die Unterkunft muss die Familie selbst bezahlen. Hinzu kommt die Angst um das Leben des eigenen Kindes. Sabine Leverenz geht zurzeit nicht zur Arbeit, sondern kümmert sich um Luis. Wegen der Ansteckungsgefahr darf er nicht in den Kindergarten, sein Immunsystem wäre dort zu starken Belastungen ausgesetzt. Unterstützung holt sich die tapfere Mutter im Balance-Naturheilzentrum in Schwerin in der Gadebuscher Straße. "Wir behandeln Luis kostenlos, auch die Mutter und den älteren Bruder", sagt die Heilpraktikerin. Bioresonanztherapie, Ernährungsumstellung, Massagen, Therapiekater Charlie - jetzt ist es wichtig, den Geist und die Zuversicht zu stärken, den Stress und die Sorgen zu nehmen. Denn manchmal ist Luis besonders geschwächt, manchmal kommt Sabine Leverenz kaum zur Ruhe, kann nachts kein Auge zutun.

Alles begann im August: "Als wir aus dem Sommerurlaub zurückkamen, war Luis einfach nicht gut drauf", erinnert sie sich. "Wir sind zum Arzt gegangen, der hat ein Blutbild gemacht und uns daraufhin gleich in die Kinderklinik geschickt." Es begann die Zeit der zahllosen Untersuchungen. Die Familie suchte verschiedene Experten in verschiedenen Städten der Republik auf, griff nach jedem Strohhalm. "Erst seit Oktober kennen wir Luis’ genaue Diagnose", sagt Marco Leverenz. "Seine Krankheit heißt MDS." Das steht für Myelodysplastisches Syndrom und gehört zur Gruppe der Knochenmarks-Erkrankungen. Der Körper ist dabei nicht mehr in der Lage, aus seinen Stammzellen vollständig reife und funktionstüchtige Blutzellen zu bilden.

MDS tritt vor allem bei Menschen in höherem Alter auf. Unbehandelt führt die Krankheit im Allgemeinen nach sechs bis 100 Monaten zum Tod, viele Patienten sterben an inneren Blutungen oder einer Lungenentzündung. Viele gute Wünsche begleiten Familie Leverenz ins neue Jahr - und Geldspenden. Am Wochenende wurde auch im Staatstheater gesammelt für Luis. Nach den letzten beiden Vorstellungen des Weihnachtsmärchens hielten Theater-Mitarbeiter für Luis die Spendenbox auf. Wer die Ludwigsluster Familie unterstützen möchte, kann dies auch künftig noch tun. Es gibt ein extra eingerichtetes Spendenkonto bei der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Bankleitzahl 14052000, Konto 1711131268, Kontoinhaberin: Karla-Viola Blohm-Kosanke, Verwendungszweck: Spendenaktion für Luis.

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