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Spektakulärer Absturz : Luftkampf über Schwerin: Augenzeuge aufgetaucht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Thomas Friese hat den Absturz eines sowjetischen Fliegers beobachtet.

von
erstellt am 26.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Mehrere, vor allem ältere SVZ-Leser meldeten sich zum Artikel über den Absturz eines sowjetischen Flugzeugs im Dezember 1945. Augenzeugen waren die meisten nicht, kannten die Geschichte aber von den Eltern oder Großeltern. Uneins waren sich die Anrufer allerdings, in welches Haus der Flieger gestürzt ist. Die vom Stadtarchiv genannten Hausnummern 29 und 31 sollten es demnach nicht gewesen sein. Mal hieß es, das Haus habe auf der anderen Straßenseite gestanden, mal stand es weiter an der Bahnstrecke.

Thomas Friese, der heute in Berlin lebt, erinnert sich dagegen genau – er war Augenzeuge. „Ich war mit meinem Freund am Lankower See. Zwei Focke-Wulf 190 übten offenbar über Schwerin einen Luftkampf.“ Es seien Maschinen mit dem Mercedes-V-Motor gewesen und nicht die mit dem BMW-Doppelsternmotor. „Plötzlich hat eine der Maschinen an Höhe verloren, den Turm der Paulskirche gestreift und ist dann über der Stadt runtergekommen. Wo genau, konnten wir vom Lankower See aus nicht sehen.“ Die Jungs liefen schnell in die Stadt zurück. „Die Maschine steckte im Haus Nummer 31 am Wittenburger Berg“, erinnert sich Friese. Er fragte dann den Pastor von St. Paul, warum der Turm nicht stärker beschädigt gewesen sei. Darauf bekam er die Information, dass der Turm zum Schutz gegen Brandbomben ausgemauert gewesen sei. „Auf jeden Fall war die Stelle am Kirchturm noch sehr lange zu sehen“, so Friese.

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