Schwerin : Lübecker Straße wird aufgerissen

Um den Gewässerschutz zu verbessern, wird der Abwasserkanal in der Lübecker Straße erneuert, erklärt Lutz Nieke.
Um den Gewässerschutz zu verbessern, wird der Abwasserkanal in der Lübecker Straße erneuert, erklärt Lutz Nieke.

Stadt will im Frühjahr mit der Erneuerung des Abwasserkanals zwischen Steinstraße und Severinstraße beginnen

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30. März 2018, 21:00 Uhr

Vor mehr als 100 Jahren wurde der Abwasserkanal unter der Lübecker Straße gebaut. Jetzt ist es an der Zeit, ihn zu erneuern. Das will die Schweriner Abwasserentsorgung (SAE), der Eigenbetrieb der Landeshauptstadt, in diesem Jahr im Abschnitt zwischen der Steinstraße und der Severinstraße erledigen.

„Der Kanal ist zwar noch intakt, aber er reicht von seiner Dimension nicht mehr aus“, sagt Lutz Nieke, Werkleiter der SAE. Der Durchmesser der alten Leitung betrage 500 Millimeter, gebraucht würden aber 800 Millimeter Durchmesser, erläutert der Ingenieur. Die größere Dimensionierung sei notwendig, damit auch bei Starkregen gesichert sei, dass genug Stauraum zur Verfügung stehe. Damit soll verhindert werden, dass Oberflächenwasser unkontrolliert in den Pfaffenteich überläuft. „Wir müssen den Gewässerschutz verbessern“, so Nieke.

In der Paulsstadt hat die SAE deshalb bereits den Kanal in der Steinstraße bis zur Kreuzung mit der Lübecker Straße erneuert. Jetzt geht es dort weiter. Zunächst bis zur Severinstraße, im nächsten Bauabschnitt dann bis zum Platz der Freiheit. Ob dort auch erneuert oder saniert wird, stehe derzeit aber noch nicht fest, sagt Nieke.

Die Bauarbeiten in der Lübecker Straße sollen im nächsten Monat beginnen. „Die Ausschreibungen sind raus, wenn der Zuschlag erteilt ist, werden wir zu einer Anwohnerversammlung zusammen mit der Baufirma einladen”, erklärt Nieke.

Denn die Baustelle wird nicht einfach. Der Kanal liegt sehr tief. Wir müssen vier Meter in den Boden, erklärt der SAE-Werkleiter. Das gehe nur in offener Bauart. Deshalb muss die Straße in diesem Bereich voll gesperrt werden. Gebaut wird in so genannter Versatzbauweise. Das heißt Stück für Stück mit sich verschiebender Baugrube, die von Stahlwänden abgestützt wird. So sollen Bewegungen in der Erde und Schäden an den Fundamenten der Häuser ausgeschlossen werden. „Wir wollen aber noch in diesem Jahr fertig werden”, sagt Nieke.

Unklar indes sei derzeit noch, ob die Fahrbahn danach gleich saniert wird. „Wir richten den Belag so wieder her, wie er war”, erklärt der SAE-Chef. Soll die Fahrbahn danach besser, also richtig eben werden, ist ein grundhafter Ausbau notwendig. Den müsste aber die Stadt in Auftrag geben.” Doch so oder so: Bis Jahresende soll die Erneuerung des rund 300 Meter langen Kanals fertig sein. Die SAE will dafür rund eine Million Euro in die Hand nehmen. Wie genau der Bauablauf aussehen soll, können interessierte am 24.April beim Bürgerforum in der Aula der Friedensschule erfahren.

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