Mode Aus Schwerin : „Look“ steigt diesmal in Leipzig

Erfolgreiche Show: Die „Look“ lockte in den vergangenen Jahren viele Gäste ins Eisenbahnmuseum und in die Alte Druckerei. Diesen Sommer wird die Schweriner Mode in Leipzig gezeigt.
Foto:
Erfolgreiche Show: Die „Look“ lockte in den vergangenen Jahren viele Gäste ins Eisenbahnmuseum und in die Alte Druckerei. Diesen Sommer wird die Schweriner Mode in Leipzig gezeigt.

Große Modenschau der Designschule am 22. Juli in Sachsen, Schweriner bekommen Kostproben nur beim Tag der offenen Tür

von
08. Mai 2017, 21:00 Uhr

Traurige Nachricht für die Fan-Gemeinde der Modenschau „Look“: In diesem Sommer werden die Schweriner Nachwuchsdesigner ihre Abschlusskollektionen nicht in einer spektakulären Abend-Show in ihrer Stadt präsentieren – sondern in Leipzig. Dort gibt es seit einigen Jahren einen „Ableger“ der Schweriner Designschule. Dort kann ebenfalls das Fach Mode gelernt und studiert werden. Bislang kamen die Leipziger zur Vorstellung ihrer Werke nach Schwerin. In diesem Jahr wird es genau andersherum sein. Die „New Look“ soll am 22. Juli in der sächsischen Metropole steigen. „Natürlich wollen wir die erfolgreiche Reihe in Schwerin weiterführen“, sagt Maria Weding, Marketing-Chefin der Designschule in der Bergstraße. Im Eisenbahnmuseum und in der Alten Druckerei hatten die Shows in den vergangenen Jahren für viel Applaus und Furore gesorgt. Höchstwahrscheinlich werde die „Look“ deshalb 2018 wieder in der Landeshauptstadt zu sehen sein, so Maria Weding.

Ganz verzichten müssen die Schweriner auf eine Modenschau aber nicht. Die Abschluss-Modelle werden beim „kreativen Tag der offenen Tür“ in der Designschule an diesem Sonnabend gezeigt. Ab 15.30 Uhr präsentieren die Schüler und ihre Models die besten Stücke in der Aula in der Bergstraße.

Von 13 bis 18 Uhr stellt sich die gesamte Schule inklusive der Hochschule vor. Kommunikations-, Game- und Modedesign werden dort inzwischen angeboten, Studierende müssen allerdings Schulgeld zahlen. Das reicht je nach Fach von 320 bis 530 Euro pro Monat. Bafög und weitere Finanzierungsmöglichkeiten können am Tag der offenen Tür erfragt werden. Außerdem gibt es Mitmachaktionen, Vorträge, Arbeitsproben und natürlich die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit Studenten, Dozenten und Schulleitung.

Obwohl die Schule schon 2001 in Schwerin gegründet wurde und viele ihrer Absolventen in hochklassige Jobs vermitteln konnte, kämpft die Einrichtung mittlerweile um neue Schüler. „Das ist wie in fast allen Ausbildungsbereichen – die jungen Leute fehlen“, sagt Maria Weding. Die Talsohle sei inzwischen wohl schon durchschritten, dennoch müssten neue Werbestrategien ausprobiert werden, die Praxisnähe und die familiäre Atmosphäre noch deutlicher herausstellen. Maria Weding ist Schwerinerin, hat selbst mit viel Spaß und Engagement in der Designschule gelernt, bekam nach ihrem Abschluss eine Anstellung in einer weltbekannten Hamburger Kreativ-Agentur. Vor allem heimatverbundene junge Leute aus der Region möchte sie für die Ausbildungen begeistern. Sie entwickele aktuell ein Konzept, wie sich die Designschule an Gymnasien oder Regionalschulen bekannter machen kann. Und das nicht nur mit Vorträgen und Flyern wie auf klassischen Berufsmessen, sondern mit dem gewissen Etwas. Ein weiterer Anreiz: Erstmals vergibt die Designschule zwei Stipendien fürs kommende Wintersemester. „Damit wollen wir besonders begabte Interessierte fördern“, sagt Maria Weding. Neben kreativen Arbeitsproben sollen auch außerfachliches Engagement sowie besondere persönliche und familiäre Umstände einfließen. Die Stipendiaten bekommen jeweils ein Freisemester.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen