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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. August 2017 | 11:34 Uhr

Sicherheit : Löschanlage überzeugt Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach verheerendem Brand vor zwei Jahren stellt Holthusener Entsorger den Rettungskräften seine Drei-Millionen-Euro-Investition vor

Acht freiwillige Feuerwehren haben es in Holthusen ordentlich krachen lassen. Zwei Jahre nach dem verheerenden Brand auf dem Firmengelände von Otto Dörner stellte der Entsorger seine neuen drei-Millionen-Euro-Anlagen vor. Neben den zwei neuen Hallen sorgte am Wochenende besonders das neue Feuerschutz- und Löschsystem bei den rund 200 Kameraden und Freunden für Herzklopfen. „Die haben ordentlich investiert, beeindruckend“, hieß es immer wieder.

Am 30. Mai 2012 war „der schwarze Tag“, wie in Otto-Dörner-Niederlassungsleiter Henning Hinz bezeichnet. Kurz vor Feierabend war in der Müllsortierhalle ein Feuer ausgebrochen. Als Auslöser stellte sich später ein technischer Defekt heraus. Firmenmitarbeiter und Feuerwehrleute verhinderten zwar, dass die Flammen auf Nachbargebäude übergriffen, konnten die Halle allerdings nicht retten. Erst nach drei Tagen war der Albtraum vorbei, der Schaden größer als eine Million Euro. Zwei Wochen nach der Katastrophe nahmen die knapp 40 Mitarbeiter in Holthusen schon wieder Bauschutt und Abfälle entgegen. Zum Aussortieren und Verwerten musste damals noch alles an andere Firmenstandorte gefahren werden. Unterdessen stand für die Firmenzentrale in Hamburg fest: Der Standort Holthusen wird wieder aufgebaut.

Zwei Jahre später stehen zwei – statt wie bisher eine – Entsorgungshallen auf dem Otto-Dörner-Gelände. Sie beherbergen ein ausgeklügelten Löschsystem. Infrarotkameras scannen alle zwei Minuten den kompletten Halleninhalt: Müllberge. Das Kameraauge, das seine Bilder direkt in das Büro von Henning Hinz überträgt, wurde mit einer Kochplatte trainiert und getestet. Hitzequellen über 90 Grad Celsius werden sofort angezeigt. Eine Herausforderung waren die heißen Auspuffgase der Maschinen, die die Müllberge täglich bewegen. Aber auch das hat das intelligente System inzwischen gelernt. Ferngesteuerte Löschanlagen unter den Decken beider Hallen können den Müll eine Stunde lang konsequent unter Wasser setzen. Das garantiert ein beheizbarer Wasserspeicher. Zusätzlich sorgen Hydranten, eine Pumpanlage und der Löschwasserspeicher für Sicherheit.

Die Retter der freiwilligen Feuerwehren aus Dümmer, Holthusen, Klein Rogahn, Pampow, Schossin, Stralendorf, Warsow und Wittenförden waren nach einem Rundgang überzeugt. Viele hatten so eine ausgeklügelte Anlage noch nie gesehen. Das macht Hoffnung, so eine Katastrophe wie 2012 nie wieder zu erleben, denn bei allen hatte das Ereignis Spuren hinterlassen.

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erstellt am 01.Jun.2014 | 22:00 Uhr

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