Schweriner lesen : Literatur als Lebenselixier

Liane Römer ist Initiatorin des Literaturstammtisches und hat für das neue Jahr ein vielfältiges Programm geplant.
Liane Römer ist Initiatorin des Literaturstammtisches und hat für das neue Jahr ein vielfältiges Programm geplant.

Liane Römer liebt nicht nur Bücher, sie organisiert auch in diesem Jahr wieder Lesungen und Gespräche.

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16. Januar 2018, 12:00 Uhr

Liane Römer liebt nicht nur Bücher, die Literaturexpertin aus Pinnow tauscht sich auch gern dazu aus. Dafür hat die rührige Ehrenamtlerin einen Literaturclub in der Schweriner Seniorenakademie ins Leben gerufen und lädt regelmäßig zu Literaturstammtischen mit Prominenten ein. Für dieses Jahr hat sie wieder ein spannendes Programm organisiert.

„Beim ersten Literaturclub des neuen Jahres am 22. Januar um 11.15 Uhr in der Seniorenakademie in der Wismarschen Straße 144 sowie bei der Fortsetzungsveranstaltung eine Woche später am 29. Januar möchte ich den neuen Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro vorstellen“, kündigt Liane Römer an. Sie wird Texte aus Erzählungen wie „Crooner“ und „Bei Anbruch der Nacht“ und aus Romanen wie „Was vom Tage übrig blieb“, „Alles, was wir geben mussten“ lesen und mit den Literaturfreunden diskutieren. „Es sind Texte, die über eine degenerierte Gesellschaft nachdenken lassen“, erläutert sie kurz.

Und genau das ist auch eine Triebfeder für sie, Literaturveranstaltungen zu organisieren. „Guten Autoren gelingt es in faszinierende Weise, Zeitgeist einzufangen. In Büchern erfährt man oft viel mehr über ein Land, eine Gesellschaft oder eine bestimmte Zeit, als in Nachschlagewerken zu finden ist“, sagt Liane Römer. Deshalb sei es ihr auch wichtig, bei ihren Literaturstammtischen oder im Club nicht einfach nur Texte vorzutragen oder Bücher vorzustellen, sondern den Bogen weiter zu schlagen. Für die Veranstaltung zum 100. Todestag von Frank Wedekind zum Beispiel hat sie Anatol Regnier eingeladen, Wedekinds Enkel. „Er wird uns gewiss sehr authentische Einblicke in die Schriftsteller- und Künstlerfamilie geben“, kündigt Römer an.

Dank der langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit im Literaturbereich hat sie mittlerweile eine Vielzahl von Kontakten, die sie nutzen kann. „Auch meine Mitgliedschaft in der Fallada-Gesellschaft hilft mir oft“, sagt die Literaturfreundin lächelnd. Ihre Kontakte hat sie auch bei der Vorbereitung der Würdigung von Pablo Picasso genutzt. Zum literarisch-musikalischen Literaturstammtisch im März hat sie die Schriftstellerin Jutta Schlott eingeladen, die auf den Spuren des Malers unterwegs war. „Spaniens Himmel. Auf den Spuren von Picasso“ hat sie ihr Buch genannt, das sie vorstellen will. Dr. Thomas Carstensen wird den Abend mit Bildern und Musik bereichern.

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