Wünsche werden wahr : Lichtblick für Kita Sonnenschein

Vorfreude im trüben Dezembernebel in der Kita Warsow: Im nächsten Jahr erhält das 30 Jahre alte Gebäude einen Anbau. Der entsteht aber nicht auf dem Spielplatz, sondern auf der gegenüberliegenden   Seite, hin zur Straße.
1 von 2
Vorfreude im trüben Dezembernebel in der Kita Warsow: Im nächsten Jahr erhält das 30 Jahre alte Gebäude einen Anbau. Der entsteht aber nicht auf dem Spielplatz, sondern auf der gegenüberliegenden Seite, hin zur Straße.

Warsower Krippenkinder bekommen mehr Platz: EU-Fördermittel ermöglichen die Errichtung eines lange geplanten Anbaus

svz.de von
13. Dezember 2013, 23:47 Uhr

Im nächsten Jahr wird ein lang gehegter Wunsch vieler Warsower wahr: Der Kindergarten Sonnenschein wächst. Mehr Platz und mehr Plätze gerade für die Jüngsten werden geschaffen. „Die Erweiterung haben wir seit Jahren geplant“, berichtet Bürgermeisterin Gisela Buller. Doch mal klappte es mit der Förderung nicht, mal reicht das Geld in der Gemeindekasse nicht aus. Nun passt es. Die Finanzierung für den 250 000 Euro teuren Anbau steht. Denn über das Schweriner Landwirtschaftsministerium fließt der größte Teil dieser Investitionssumme aus EU-Töpfen für den ländlichen Raum nach Warsow. „Die Eltern haben im zurückliegenden Sommer bei Landes- und Bundespolitikern ordentlich die Klinken geputzt und Druck gemacht. Das hat frischen Schwung und letztlich den Erfolg gebracht“, freut sich die Bürgermeisterin. Nun ließ es sich Minister Till Backhaus auch nicht nehmen, noch rechtzeitig vor Weihnachten den Fördergeld-Scheck persönlich vorbei zu bringen. Bis zum Baustart im Frühjahr müssen noch letzte Detailfragen geklärt werden. Doch es geht los. Und Kita-Leiterin Carola Hillert ist überzeugt: „Das Weihnachtsfest im nächsten Jahr feiern wir im neuen Mehrzweckraum.“

Der ist das Herzstück des 130 Quadratmeter großen Anbaus, der an der vorderen Gebäudefront in Richtung Straße entsteht. Ein Gruppenraum für Krippenkinder, ein zweiter Sanitärraum für das Haus und eine Garderobe sind ebenfalls vorgesehen. Im Mehrzweckraum wird künftig auch Sport getrieben, Dafür gibt es bislang keinen überdachten Platz an der Kita. Und für die Krippenkinder gibt es zu wenig Plätze. „Hier haben wir sogar eine Warteliste“, berichtet Carola Hillert. Deshalb wird dieser Bereich aufstockt: Sechs Kleinkinder zusätzlich dürfen dann in die Warsower Kita kommen. Statt bislang 45 Betreuungsplätzen insgesamt sind es künftig 51.

Bis dahin müssen die sechs Erzieherinnen ihre Schützlinge noch auf gewohnt engem Raum betreuen und umsorgen. Drei Gruppenräumen gibt es in dem vor 30 Jahren errichteten Gebäude und nur einen gemeinsamen Sanitärraum. Die kleine Küche ist das Domizil von Sieglinde Templin. „Sie schafft es trotzdem, hier mit den Kindern Plätzchen zu backen“, freut sich die Kita-Leiterin. Und auch Hausmeister Rudi Bold darf nicht unerwähnt bleiben. „Beide gehören zum eingespielten Team“, betont Carola Hillert,

Doch ausgerechnet die Chefin ist die Neue im Team. Die Erzieherin aus Schwerin wechselte erst vor wenigen Wochen von den Dreescher Werkstätten zur Ludwigsluster AWO und in die Kita Warsow. „Ich wollte nochmal etwas anderes machen, suchte die Herausforderung – und freue mich sehr auf die Arbeit mit den Kindern“, erzählt die 48-Jährige. Dass die neue Aufgabe in Warsow mit dem anstehenden Erweiterungsbau nun gleich sehr groß ist, schreckt Carola Hillert nicht ab. „Dafür haben wir es danach umso schöner.“ Da die Baustelle vor der Kita sein wird, erwartet Carola Hillert auch keine gravierenden Einschränkungen. Nur die Parkplätze dort müssen weichen. Doch neben der Kita gibt es ausreichend Stellplätze. Und wenn es im Frühjahr mit dem Bauen richtig losgeht, wollen die Erzieherinnen daraus auch gleich ein Projekt machen und gemeinsam mit den Kindern alles genau beobachten und begleiten.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen