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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 06:58 Uhr

Im Dunklen tappen : Licht aus in Wüstmark

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erneuerte Straßenbeleuchtung lässt einige Gehwege im Dunkeln / Anwohner sehen keine Pflicht zum Zahlen

von
erstellt am 23.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Die Investition in eine neue Straßenbeleuchtung in den Wüstmarker Straßen Am Teich, Vor den Wiesen und Schweriner Straße sorgt weiter für Ärger: Nachdem behördliche Prüfer kritisiert hatten, dass der Umbau ohne Freigabe im städtischen Finanzplan und ohne technisch belegbare Gründe erfolgte (SVZ berichtete), steht jetzt infrage, ob die Ausgaben von fast einer Viertelmillion Euro überhaupt anteilig an die Anwohner weitergereicht werden können. Nach Auffassung mehrerer Wüstmarker handele es sich nicht mehr um eine Kompletterneuerung, da nun zwischen Getreide AG und Werkstraße alle Lampen der Schweriner Straße dunkel bleiben. Gerade dieser Weg zum Haltepunkt der Bahn in Süd sei aber stark frequentiert. Die Stadt will für 75 Prozent der Investitionskosten die Anwohner zur Kasse bitten. Deren Fazit aber: „Die Erneuerung der Beleuchtungsanlage betrifft nur einen Teilabschnitt, so dass die Ausbaubeitragssatzung nicht anwendbar ist.“

Auch in anderen Straßenabschnitten kommt die neue LED-Technik nicht gut an. Die Straße sei übermäßig hell beleuchtet, der Fußweg links – stadtauswärts gesehen – dagegen unterbeleuchtet. Auch stünden die Lampen an falschen Standorten, was sich nun räche und zusätzliche Investitionskosten verursacht habe. „Bei uns werden jetzt die Straßen beleuchtet, die Gehwege bleiben dunkel. Selten so einen Quatsch gesehen“, so eine Wüstmarkerin.

Das Thema soll jetzt im Ortsbeirat auf die Tagesordnung kommen. Die Unabhängigen Bürger gehen noch weiter: „Ich habe angesichts der Feststellungen des Rechnungsprüfungsamtes zu diesem Vorgang und auch mit Blick auf die katastrophale, wiederum rechtsfehlerhafte Vorgehensweise bei der neuen Vorfahrtsregelung in der Mettenheimer Straße den Eindruck, dass in der Führung des Bereichs Verkehrsmanagement erhebliche fachliche Defizite bestehen. Die OB sollte über eine Ablösung von Amtsleiter Dr. Bernd Smerdka intensiv nachdenken“, so Fraktionschef Silvio Horn.

Aus der Stadt hieß es gestern nur: „Die Verkehrsbehörde prüft den Sachverhalt gegenwärtig, kann aber erst in der kommenden Woche dazu Stellung nehmen.“


 

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