Bauarbeiten in Crivitz : Licht am Ende des Tunnels

Beim Bordsteine-Setzen ist Handarbeit gefragt: Ralf Möller und Denny Wedel im Einsatz.
Beim Bordsteine-Setzen ist Handarbeit gefragt: Ralf Möller und Denny Wedel im Einsatz.

Bauleute halten Wort: Verkehr kann am ersten Schultag auf der Trammer Straße unter der Crivitzer Eisenbahnbrücke rollen

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22. August 2016, 12:00 Uhr

Die Bordsteine für die neue Fahrbahn sind gesetzt und der kombinierte Rad- und Gehweg auf der einen Seite ist fertig: Die Trammer Straße unter der Crivitzer Eisenbahnbrücke nimmt Gestalt an. „Wir halten den Termin“, ist Bauleiter Thomas Cordt zuversichtlich. „Am ersten Schultag nach den Sommerferien kommt der Verkehr hier durch.“

Zu tun haben die Männer von der Firma Stig-Bau aus Bad Sülze dann aber immer noch. Und nicht nur mit den geplanten Restarbeiten. Der zweite Gehweg auf der linken Seite stadtauswärts kann erst im September errichtet werden. „Zuvor kommen dort gleich mehrere Leitungsstränge in den Boden“, erläutert der Bauleiter. Neben Stromkabeln und einem Leerrohr für den späteren Breitbandausbau muss auch die Telefonleitung neu verlegt werden.

Denn als im Jahr 2010 die Widerlager für die Eisenbahnbrücke gesetzt wurden, mussten Leitungen aller Art umverlegt werden. Die Telekom-Leitung kam unter die provisorische Fahrbahn. Doch dort kann sie jetzt nicht bleiben. Denn die neue Straße liegt nicht nur 20 Zentimeter tiefer als die bisherige. Um bei Störungen schnell reagieren zu können, soll auch diese Leitung unter den zweiten Gehweg. Dass die Telekom-Leitung verlegt werden muss, fiel erst nach dem Baustart zum Ferienbeginn auf. Damit die Bauleute alles ordentlich und sicher erledigen können, bleibt der „Trammer Tunnel“ noch ein Engpass: Eine Fahrspur wird geöffnet, die andere bleibt zu. Baustellen-Ampeln regeln den Verkehr. Doch die Umleitung über Sukow und die Verkehrseinschränkungen innerhalb von Crivitz sollen am 4. September Geschichte sein.

„Damit können wir leben“, sagt Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm. Sie setzt drauf, dass es jetzt keine weiter Komplikationen gibt und dass dieser Engpass an der Landesstraße in die Lewitz endgültig beseitigt ist.

Die Crivitzer warteten seit dem Frühjahr 2011 darauf, dass auch die Fahrspuren unter der damals fertiggestellten Eisenbahnbrücke ausgebaut wurden. Doch der Grundstückserwerb dafür war mehr als schwierig, erst im Herbst vorigen Jahres gab es eine Einigung.

Betroffen vom Ausbau selbst ist eine nur 80 Meter lange Strecke der Landesstraße und die Anbindung der Einbahnstraße Am Güterbahnhof. Rund 200 000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. Keine große Sache also – aber eine komplizierte. Denn unter der Eisenbahnbrücke bleibt es eng. Daher musste auch unter Vollsperrung gearbeitet werden.

Wie eng es dort ist, bekamen die Bauleute übrigens unmittelbar beim Bauen zu spüren: Für die Gehwege auf beiden Seiten war einfach nicht so viel Platz da, wie in den Bauunterlagen ausgewiesen war.

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