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2. Schweriner-Seen-Jedermann-Radrennen : Lewitz-Strecke kam super an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lokalmatadoren siegen beim 2. Schweriner-Seen-Jedermann-Radrennen. Gemeinden der Lewitz zeigen sich von ihrer besten Seite

svz.de von
erstellt am 25.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Torsten Rottschäfer gehörte als einer der wenigen Starter nicht zu den 532 Fahrerinnen und Fahrer, die das Ziel beim 2. Schweriner-Seen-Jedermann-Radrennen erreichten. Für den Schweriner war das Rennen am Sonntag nur wenige hundert Meter nach dem scharfen Start bereits beendet. In der Nähe des Ortsausgangsschildes der Landeshauptstadt auf der Plater Straße erlitt er seinen zweiten Reifenschaden. „Bereits am Yachthafen in der neutralen Zone hatte ich den ersten Platten, der gewechselte Schlauch gab dann aber auch noch auf“, ärgerte sich Rottschäfer über seine erzwungene Zuschauerrolle.

Dabei ist die Strecke durch die Lewitz, die in diesem Jahr beim Schweriner Radrennen über zwei unterschiedliche Distanzen gefahren werden konnte, seine Trainingsstrecke. „Aber lieber zwei Pannen als einen Sturz“, gewann Rottschäfer, der für das Team Rachow am Start war, dem Ganzen doch noch etwas Gutes ab und ergänzte: „Dass es überhaupt ein Radrennen in Schwerin gibt, ist schon eine super Sache.“

Während für Rottschäfer das Rennen also früh beendet war, kämpften die Spitzenleute der 55-Kilometer- und der 91-Kilometer-Distanz um die vorderen Plätze. Der erste Fahrer, der die Ziellinie in der Plater Straße nach einem kurzen Schlussanstieg mit leichtem Gegenwind erreichte, war der Schweriner Tilman Ribbeck. Er brauchte für die eine Runde durch die Lewitz 1:26:34 h, gewann mit drei Sekunden Vorsprung vor Daniel Borkenhagen und Remo Drühl. Schnellste Frau auf der kurzen Distanz wurde Nancy Kühdeisch. Sie überquerte die Ziellinie in 131:16 h. Carmen Wiedenhöver und Katja Köblitz folgten auf den Plätzen zwei und drei. Die anderen Fahrerinnen und Fahrer, denen es nicht um Zeit und Platzierung ging, die konnten dagegen die schöne Strecke genießen und zeigten sich im Zielbereich davon auch begeistert. „Das Fahren durch die Lewitz hat mehr Spaß gemacht als noch das Rennen im vergangenen Jahr. Die Dörfer haben sich richtig rausgeputzt und auch die Versorgung war super“, zeigten sich Heike und Dieter Skroblien zufrieden.

Der Sieger über die 91 Kilometer kam ebenfalls aus Schwerin. Daniel Rackwitz siegte mit 2:12:44 h vor Andre Kalfack und Klaus Colnago. Platz vier sicherte sich im Sprint der Verfolger Dennis Kruse. Die erste Frau, Marie Hauer, kam nach 2:32:46 h vor Merle Studtmann und Gesine Eis-Janzyk ins Ziel. Alle Ergebnisse sind demnächst auf der Internetseite des Radrennens oder unter davengo.com zu finden.

„Ein großer Dank geht an die vielen, vielen Helfer in den Gemeinden, ohne die das Rennen nicht so reibungslos abgelaufen wäre“, bedankte sich Veranstalter Michael Kruse. So richtig zufrieden war er mit dem Zieleinlauf in der Plater Straße nicht, eine Ziellinie am Alten Garten wäre schöner gewesen. Aber Kruse ist ehrgeizig genug, um auch dafür bis zum 3. Schweriner Radrennen eine Lösung zu finden.

Und Torsten Rottschäfer? Der lieh sich von einem vorbeifahrenden Radfahrer einen Ersatzschlauch, um wenigstens mit dem eigenen Rad wieder zurück zum Alten Garten fahren zu können. „Jetzt bin ich erstmal wieder glücklich“, rief er zum Abschluss.

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