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Erster Abschlag auf Winston-Links am Sonnabend um 9Uhr : Letzter Feinschliff für neuen Golfplatz

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Am Sonnabend soll beim ersten Abschlag auf dem neu geschaffenen Winston-Links-Platz alles glänzen. Noch sind auf dem jüngten Teilstück der Golfanlage Gärtner und Greenkeeper anzutreffen.

svz.de von
erstellt am 29.Jun.2011 | 11:42 Uhr

Ohne Nachtschichten wird es nicht gehen: Denn am Sonnabend um 9 Uhr soll beim ersten Abschlag auf dem neu geschaffenen Winston-Links-Platz alles glänzen. Doch noch sind auf dem jüngten Teilstück der 202 Hektar großen Vorbecker Golfanlage nicht die Spieler anzutreffen. Gärtner und Greenkeeper geben diesem 18-Loch-Platz am Ende der fast dreijährigen Bauzeit den letzten Feinschliff.

Während beispielsweise der im Herbst vorigen Jahres eingesäte Rasen an einer Stelle gewässert wird, dreht Björn Tumanow ein Stück weiter seine Runden mit einem High-Tech-Rasenmäher. "Wenn die Sonne scheint nur bis zum Mittag, sonst verbrennt der Rasen", verrät der Greenkeeper. Gleich nebenan stehen Rüdiger Goebel und Florian Golchert in einem Bunker. Ein Golfer ist nicht gerade erfreut, wenn er da hinein muss. Denn dann ist der Sportfreund von der Ideallinie abgekommen, runter vom Grün. Der Golfball muss aus dem Sandhindernis geholt werden. Von diesen Bunkern gibt es auf dem Winston-Links-Platz eine ganze Menge. Und das sind keine einfache Sandkuhlen. Die Fachleute legten sie inmitten der gestalteten Dünenlandschaft an. Drainagen sorgen dafür, dass sie auch bei Regen nicht mit Wasser voll laufen. Als oberste Deckschicht wird feinster Kies aufgetragen. Der sieht nicht nur gut aus, er erleichtert den Golfspielern auch, den Ball wieder aus dem Bunker herauszuschlagen.

Doch nicht nur auf dem Green ist zu tun. Winston-Links soll an eine schottischen Dünenlandschaft am Meer - die ersten Golfrefugien - erinnern. Bis zu zehn Meter hohe Dünen türmen sich deshalb am Rande des Vorbecker Platzes auf. Für den Bau wurden 1,2 Millionen Kubikmeter Erde bewegt. Diese Dünen sind in den zurückliegenden Wochen bepflanzt worden: Ginster, Strandhafer, Heidekraut u.a. wachsen nun hier. "Die Pflanzen werden sicher ein bisschen Zeit brauchen, bis sie sich voll entwickelt haben", berichtet Marshal Jens Vorfahr. "Aber das wird in einigen Jahren toll aussehen."

Doch auch dann wird es auf der Vorbecker Golfanlage immer noch einen Kontrast geben. Denn Winston-Open, der andere 18-Loch-Platz, fügt sich in die Endmoränenlandschaft ein. Das 9-Loch-Areal Winston-Kranich liegt nicht nur zwischen diesen beiden Hauptplätzen, es nimmt auch Elemente beider Landschaftsformen auf. Winston-Open und Winston-Kranich stehen übrigens schon wieder seit Ende März den Golffreunden auf der einzig bespielbaren Golfanlage in Westmecklenburg zur Verfügung. "Die Saison hat gut begonnen", freut sich Pressesprecherin Stefanie Merchel. Aber natürlich erhofft sich Winstongolf von der Einweihung des neuen Platzes am Wochenende einen Auftrieb. Golftouristen und Fachleute aus ganz Deutschland sind schon vor dem ersten Abschlag voll des Lobes. Zu Beginn des Jahres zeichnete die Fachzeitschrift "Golfmagazin" die Vorbecker Anlage als den besten neuen Golfplatz Deutschlands aus (SVZ berichtete). Denn die Kombination von zwei verschiedenen, anspruchsvollen Golfplätzen auf einer Anlage macht Vorbeck attraktiv und zum interessanten Ziel für Golftouristen im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern. Winstongolf hat das bereits vor Jahren so gesehen und deshalb dieses Großprojekt in Angriff genommen, obwohl der erste Platz hier erst seit 2002 bespielt wird. Stefanie Merchel weiß aber auch, dass die lange Bauzeit den Anwohnern und den hiesigen, regelmäßigen Golfspielern einiges abverlangte. Doch von Montag an steht allen eine Golfanlage der Extraklasse zur Verfügung.

Zuvor gibt es am Wochenende die beiden ersten Spieltage auf Winston-Links. Der Sonnabend war von vorn herein geladenen Gästen und Klubmitgliedern vorbehalten. Deren Turnier startet am 2. Juli um 9 Uhr. Am Sonntag gibt es freies Spiel. Jeweils 100 Golfspieler können den neuen Kurs in Angriff nehmen. Selbst gute Spieler werden bis zu fünf Stunden benötigen, schätzt Jens Vorfahr. Schaulustige sind am Sonntag in Vorbeck willkommen. Aber auch dann steht kein einziger Startplatz mehr zur Verfügung, um eine Runde auf Winston-Links zu drehen. "Wir mussten leider vielen Interessenten absagen, mehrere hundert Golfer wollten dabei sein", berichtet Merchel. Auch das zeigt, wie hoch die Erwartungen an den neuen Platz sind.

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