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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2017 | 16:29 Uhr

Neuer Trend : Letzte Ruhe unter Bäumen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kleiner Pflegeaufwand: Auf dem Waldfriedhof soll es eine zusätzliche Urnenwahlgrabstätte zwischen Birken, Kiefern und Eichen geben

von
erstellt am 12.Jun.2014 | 16:00 Uhr

Immer mehr Menschen interessieren sich für Bestattungsangebote mit geringem oder keinem Pflegeaufwand. Die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) kommen diesem Wunsch jetzt entgegen: Auf dem Waldfriedhof werden zusätzliche Urnenwahlgrabstätten für jeweils zwei Urnen in einem Baumgrabfeld eingerichtet.

Unter einem gewachsenen Bestand aus Birken, Eichen und Kiefer, deren Kronen sich über einer gepflegten Rasenfläche im Wind wiegen, können künftig Urnengrabstätten ausgewählt werden. „Auf dieser Fläche stehen rund 50 Bäume, die mehr als ein halbes Jahrhundert alt sind. Es ist ein ruhiger, naturnaher Ort“, sagt Nonno Schacht, Bereichsleiter Öffentliches Grün bei den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen. „Eine Baumgrabstätte auf dem Waldfriedhof hat viele Vorteile“, so Schacht weiter. „Das Grabfeld ist in den ursprünglichen, idyllischen Waldbestand eingebettet. Der Baum für die individuelle Grabstätte kann selbst ausgewählt werden. Auf asphaltierten Wegen ist auch das neue Baumgrabfeld zu erreichen.“ Für Angehörige bestehe hier keine Verpflichtung zur Grabpflege. „Selbstverständlich können sie auf einer dafür eingerichteten Fläche Blumen ablegen“, erklärt Nonno Schacht. Auf einer nahen Bank findet sich außerdem ein Platz, um zu trauern oder der Verstorbenen zu gedenken. „Es ist vorgesehen, eine Stele zu errichten, auf der die Angehörigen eine Edelstahltafel mit Beschriftung nach ihren Wünschen anbringen lassen können“, ergänzt Regina Saß von der Friedhofsverwaltung. Nutzungsrechte werden bei den Urnenwahlgrabstätten im Baumgrabfeld für 99 Jahre vergeben.

„Als vorteilhaft erweist sich die gute Erreichbarkeit des Waldfriedhofes“, so der Bereichsleiter Öffentliches Grün. „Straßenbahnen der Linie 3 und 4 sowie Busse der Linien 13 und 16 fahren die knapp 25 Hektar große parkähnliche Anlage an.“ Die Mitarbeiterinnen in der Friedhofsverwaltung beraten Interessierte detailliert über die Ruhestätten unter Bäumen.

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