Aktion: Kinderzentrum Mecklenburg erhielt drei Autos : Leserspenden helfen kleinen Patienten

Der kleine herzkranke Emil  hat sich in den vergangenen Monaten  prächtig entwickelt und wird bald eine Kita besuchen. Archiv
Der kleine herzkranke Emil hat sich in den vergangenen Monaten prächtig entwickelt und wird bald eine Kita besuchen. Archiv

Vor gut einem halben Jahr wogte eine Welle der Hilfsbereitschaft durch Westmecklenburg und die Prignitz: Wir hatten unsere Leser gebeten, das Kinderzentrum Mecklenburg zu unterstützen. Die Spendenbereitschaft war enorm.

von
10. September 2012, 06:33 Uhr

Schwerin | Vor gut einem halben Jahr wogte eine gewaltige Welle der Hilfsbereitschaft durch Westmecklenburg und die Prignitz: Die SVZ hatte ihre Leser gebeten, das Kinderzentrum Mecklenburg finanziell zu unterstützen, um das Projekt "Pro-Fil", die sozialmedizinische Nachsorge für kranke Kinder, zu fördern. Die Spendenbereitschaft war überwältigend, das Kinderzentrum konnte drei eigene Autos anschaffen, mit denen die Schwestern die Familien der kleinen Patienten aufsuchen und vor Ort helfen. Doch hat sich das wirklich ausgezahlt? SVZ fragte nach.

"Intensivere Betreuung kranker Kinder, mehr Unterstützung für ihre Eltern, Zunahme der Zahl der betreuten Fälle, bessere Arbeitsbedingungen für unser sozialmedizinische Personal", lautet die Kurzzusammenfassung von Thomas Wagner, Geschäftsführer des Kinderzentrums. "Die Schwestern können nun die Termine bei den Familien frei vereinbaren, so wie die Eltern die Kontakte mit Pro-Fil brauchen. Das kommt nicht nur den Schwestern, sondern auch den Familien zugute. Denn die haben ja auch ihre Tagesabläufe, in die sie eingebunden sind. So können anstehende Termine nun vor allem auch zeitnah vereinbart und wahrgenommen werden", erläutert Wagner. Bislang seien die drei Autos bei ihren Einsätzen insgesamt schon mehr als 13 000 Kilometer gerollt. "Erstmals in den 20 Jahren unseres Bestehens konnte das Kinderzentrum die Zahl der betreuten Fälle auf über 300 steigern. Per heute betreuen wir den 312. Fall", berichtet Wagner.

Einer der kleinen Patienten, über den wir seinerzeit berichtet hatten, ist der herzkranke Emil aus Schwerin. "Er befindet sich auf einem guten Weg der Entwicklung", sagt Nachsorgeschwester Petra Schmedemann, die noch immer engen Kontakt zu der Familie hat. "Emil hat gerade eine familienorientierte kardiologische Reha zusammen mit einer anderen Schweriner Familie absolviert und entwickelt sich prächtig. Er ist jetzt sogar schon für eine Regel-Kita angemeldet."

Doch mit der großen Spendenaktion unserer Zeitung wurde noch mehr für die kleinen Patienten erreicht. "Wir treffen jetzt auf eine ganz andere Wahrnehmung unserer Arbeit", sagt Profil-Teamleiterin Petra Schmedemann. "Das Kinderzentrum ist überall bekannt, der Name ist geläufig. Behörden, Mediziner, Vereine, Verbände, Politiker kennen uns, wir finden überall Unterstützung. Herzlichen Dank dafür", sagt sie im Namen ihres Teams. Denn dieser Bekanntheitsgrad erleichtere ihr und ihren Kolleginnen die alltägliche Arbeit sehr.

Und er wirkt sich auch auf die fachliche Zusammenarbeit aus. Die sozialmedizinische Nachsorge wird jetzt auch in Rostock etabliert, um noch mehr kranken Kindern und ihren Familien wirksam zu helfen. "Wir haben in den vergangenen Monaten in Gesprächen mit den Ärzten, Kinderkrankenschwestern und einer Psychologin aus dem Süd stadtklinikum sowie der Sozialarbeiterin von der Caritas, der Case Managerin aus dem Uni-Klinikum und Mitgliedern des Bunten Kreises Rostock die Kindernachsorge in der Hansestadt vorbereitet. Fragen zur Betreuung der Kinder und deren Familien, organisatorische Abläufe, die Dokumentation der Nachsorgeleistungen, der Einsatz des Autos in Rostock und vieles mehr wurde besprochen und geklärt", berichtet Thomas Wagner. "Noch befinden wir uns in der Startphase, aber inzwischen haben die ersten Besuche bei den drei betreuten Kindern in der Häuslichkeit stattgefunden und die ersten Fallbesprechungen wurden durchgeführt. Zu spüren ist bei den Rostocker Kollegen eine Begeisterung und Engagement, das sich von den ersten Gesprächen bis zu den Team- und Fallbesprechungen durchzieht. Das Team um Dr. Seeliger ist gut aufgestellt und motiviert", sagt Wagner.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen