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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 15:08 Uhr

Bundesgartenschau : Leser hoffen auf eine zweite Buga

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lebhafte Diskussion: Schwimmende Wiese soll mehr Veranstaltungen bekommen, „Lütt Schwerin“ in den Küchengarten – Stadt prüft

von
erstellt am 04.Okt.2014 | 15:59 Uhr

„Ich bin jetzt 81 Jahre alt. Und ich möchte gerne noch einmal eine so schöne Buga erleben wir vor fünf Jahren“, sagt unsere Leserin Lieselotte Rehhagen. Und mit diesem Wunsch steht sie nicht allein. Die Diskussion um die Nutzung früherer Buga-Flächen machte in dieser Woche drei Dinge deutlich: Die Schwimmende Wiese soll als Veranstaltungsort und Verweilfläche einladender werden – mit Sitzbänken und Papierkörben. Die beliebte Miniaturenstadt „Lütt Schwerin“ müsste aus Sicht vieler SVZ-Leser vom enfernten Lankow in den touristisch besser gelegenen Küchengarten umziehen. Und Schwerin sollte alles tun, um nochmals eine Buga zu veranstalten.

„Der Idee von Frau Engelmann stimme ich mit großer Überzeugung zu, die Miniaturstadt ,Lütt Schwerin‘ in den Küchengarten zu holen. Erst am vergangenen Wochenende war ich erstmalig in dieser Anlage in Lankow und war wirklich begeistert. Ich bin fest davon überzeugt, dass ,Lütt Schwerin‘ bedeutend mehr Besucher bekommen würde, wenn die Ausstellung im Küchengarten angesiedelt wäre“, schrieb uns Gerti Herbstreit. Eine Meinung, die auch viele Anrufer am „Heißen Draht“ der SVZ vertraten.

Etwas geteilter Meinung sind die Leser bei der Schwimmenden Wiese. Ausstellungen, lautet ein Vorschlag, mehr Veranstaltungen ein anderer. Aber es gibt fast ebenso viele Stimmen dagegen. „Gewiss sollte die Stadt einige niveauvolle Veranstaltungen über das Jahr verteilt auf diesem Areal organisieren. Eine Lichterschau oder ein Musikfestival wären sicher das Richtige“, so Ulrich Hartmann stellvertretend für viele Leser. „Das sollte dann aber auch genügen. Man sollte es vermeiden, wie in einem schon mit Spielzeugen überfüllten Kinderzimmer noch mehr Plastikspielzeug hineinzuwerfen. Das tötet die Fantasie und führt zu Übersättigung.“

Eine Meinung, die Schwerins Bau- und Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum teilt. „Wir wollen Qualität und nicht Quantität“, sagt er auf SVZ-Anfrage. Es gäbe gute Veranstaltungen auf der Schwimmenden Wiese wie die Schlossgartennacht oder den Wiesentanz. Eine Konzentration anderer Veranstaltungen auf der Buga-Fläche sehe er als falsch an – auch mit Blick auf die Nutzung der Freilichtbühne. Ausstellungen hätten übrigens nicht funktioniert, es habe zu schnell Sachbeschädigungen gegeben. Und bewachte Expositionen seien zu teuer. „Wir werden uns aber dafür einsetzen, die Situation auf der Schwimmenden Wiese zu verbessern“, verspricht der Dezernent. So könnte Geld aus dem Buga-Erlös für die Anschaffung von Sitzgelegenheiten und Papierkörben genutzt werden.

Und auch das Thema Neuauflage der Buga ist angesichts hoher Kosten dennoch gar nicht so absurd. Erste Gespräche mit der Gartenschau-Gesellschaft habe es bereits gegeben, bestätigt Bernd Nottebaum. Selbst einen möglichen Zeitpunkt hat Schwerin schon im Visier: das Jahr 2025.

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