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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. Oktober 2017 | 02:12 Uhr

Graffiti : Leser fordern harte Strafen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerin soll gegen Verschandelung des Stadtbildes so hart durchgreifen wie bei Parksündern / Unabhängige Bürger wollen Satzung

von
erstellt am 25.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Das Thema illegale Graffiti, hängen gelassene Werbeplakate und Aufkleber auf Laternenmasten beschäftigt weiter die Schweriner. „Als Neubürger von Schwerin bin ich entsetzt über die unzähligen Graffities, Schmierereien, hauptsächlich der linken Szene an Hauswänden und die wilden Plakatierungen. Rund ums Schloss befindet sich augenscheinlich eine andere Stadt: Es gibt Straßenzüge, in denen noch immer der Unrat vom Jahreswechsel zu sehen ist, die Kellerschächte sind vielerorts zugemüllt mit Coffee-to-go-Bechern, Flaschen und den so beliebten Werbezeitungen, die immer weniger Bürger haben möchten“, schreibt uns Wolfgang Kellermann. „Als ehemaliger Polizeibeamter aus Kiel kann ich der Stadt nur raten, illegale Graffiti schnellstens zu beseitigen, denn nur so bekommt man dieses Problem in den Griff. Hierzu muss ein Meldeverfahren geschaffen werden und natürlich braucht man dazu Geld, um Hausbesitzer zu entschädigen, anders geht es nun einmal nicht. Wildes Plakatieren mit Absender sollte ein spürbares Bußgeld nach sich ziehen, dass genauso rigoros durchgezogen werden sollte, wie die Ahndung harmloser Parkverstöße. Man muss eben Schwerpunkte setzen.“

„Solange die Oberbürgermeisterin mit Graffiti als Kunst liebäugelt, wird sie dafür keine finanziellen Mittel planen“, befürchtet unser Leser Frank Neumann. Er sei entsetzt über die Verschandelung des frisch sanierten Gebäudes an der Alten Brauerei und wäre sogar bereit, sich mit einer Spende an der Beseitigung zu beteiligen, schreibt er. „Die Menschen, die sich ein zu Hause geschaffen haben, haben viele Jahre darauf gespart und das muss respektiert werden. Wem dieses Wertedenken abhanden gekommen ist, der muss mit uneingeschränkter Härte des Gesetzes bestraft werden.“ Auch das „Petermännchen“ meldet sich zu Wort – angesichts der mit Werbeaufklebern gespickten Lichtmasten in der Altstadt. „Die Verursacher haben Ihre Visitenkarte hinterlassen und es ist ein Leichtes, sie mit einem Bußgeld zu bestrafen, dasselbe klappt doch auch beim Falschparker. Unser Land hat Gesetze, Vorschriften und Verordnungen geschaffen, um diese auch entsprechend umzusetzen. Wieso möchte man hier Ausnahmen machen und hat man überhaupt das Recht dazu?“

Die Stadtfraktion der Unabhängigen Bürger möchte sich des Themas annehmen: „Gegenwärtig verhält es sich so, dass es keine kommunale Satzung oder Ordnungsverfügung gibt, die das illegale Plakatieren oder Anbringen von Aufklebern an Laternenmasten – also im öffentlichen Raum – verbietet und unter Strafandrohung – Buß-/Verwarngeld – stellt“, so Fraktionsvorsitzender Silvio Horn. „Wir werden deshalb zur nächsten Sitzung der Stadtvertretung einen Antrag einbringen, wonach die OB eine solche kommunale Ordnungsverfügung erlassen soll, so dass illegales Plakatieren und sonstige Verunreinigungen im öffentlichen Bereich durch die Verwaltung wirksam bekämpft werden können“, sagt der Stadtvertreter. „Losgelöst davon können wir die Verärgerung der SVZ-Leser sehr gut nachvollziehen und sind genauso der Auffassung wie viele Schweriner, dass seitens der Stadtverwaltung deutlich mehr zur Verbesserung der Ordnung und Sicherheit unternommen werden muss. In diesem Zusammenhang verweise ich auf unser zahlreichen Initiativen in der Stadtvertretung.“





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