Schweriner kennen ihre Stadt : Leser erzählen Rätsel-Geschichten

Beim ersten Schnee des Winters haben Doreen Fürchow und ihr Sohn Aaron die Schildkröte auf dem Löwenplatz erkundet. Sie finden Skulpturen toll, auf denen Kinder spielen können.
Beim ersten Schnee des Winters haben Doreen Fürchow und ihr Sohn Aaron die Schildkröte auf dem Löwenplatz erkundet. Sie finden Skulpturen toll, auf denen Kinder spielen können.

Viele Schweriner hatten Spaß beim SVZ-Adventsspiel und zeigten, wie gut sie ihre Heimatstadt kennen

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29. Dezember 2017, 12:00 Uhr

SVZ-Leser lieben das Rätselraten, wie wir in den vergangenen Wochen bei unserem Adventsrätsel bestätigt bekamen. Und sie kennen ihre Heimatstadt ausgezeichnet. Bei der Suche nach den Standorten von 24 Skulpturen, die im Schweriner Stadtgebiet stehen, wurden alle Fragen richtig beantwortet. Stets klingelte unsere Hotline heiß, nur leider konnte immer nur einer gewinnen – wie das eben in einem Spiel so ist. Wir bitten um Verständnis dafür.

Spannend aber waren bei unserem Rätselspiel auch die vielen kleinen Geschichten, die unsere Leser zu den Skulpturen erzählen konnten, und die Erlebnisse, die sie damit verbinden.

Christine Maync zum Beispiel wusste nicht nur, dass das Denkmal für Paul Friedrich auf dem Alten Garten steht, sondern auch, dass es zuvor mehrere Jahrzehnte auf der Burginsel am Schloss stand. Und sie berichtete noch von einen Spruch, der zu ihrer Kindheit in der Stadt sprichwörtlich war: Auf die Frage zum Standbild „Und was stellt er vor?“ pflegten pfiffige Schüler zu antworten: „Na den rechten Fuß“.

Ralf Bachmann verbindet mit der Skulptur „Die Sitzende“ auf dem Schelfmarkt eine wunderbare Geschichte. „Immer wenn ich daran vorüber gehe, denke ich an meine Eltern. Denn hier auf einer Bank hat mein Vater, Konrad Bachmann, vor 55 Jahren meiner Mutter, sie hieß damals Ute Woldmann, einen Heiratsantrag gemacht. Sie hat ja gesagt und meine Eltern haben 1962 geheiratet“, erzählt der Schweriner.

Gerhard Mayer wohnt seit 40 Jahren in der Wuppertaler Straße. Für ihn war es deshalb ein Leichtes, die „Wasserträgerin“ von Erika Wolf zu erkennen, die 2009 vom Berliner Platz dorthin umgezogen war – und obendrein eine Freude, seine Wohnung auf dem Foto in der Zeitung zu sehen.

Anne Schulz erzählte, dass sie gern in der Stadt spazieren gehe und ihre Tochter dabei fotografiere. Viele der beim Adventsrätsel gesuchten Plastiken hätte sie schon mit der Kamera festgehalten.

Gertraud Prade berichtete, dass es ihr leicht falle, selbst verborgene Skulpturen zu lokalisieren, weil sie ein wunderbares Nachschlagewerk habe: Ein Heftchen aus dem Jahre 1981, das die Skulpturen im Stadtgebiet auflistet. Und seit damals seien ja leider nicht viele neue in Schwerin hinzugekommen.

Doreen Fürchow hatte fast jeden Tag beim Ratespiel mitgemacht, war aber erst am allerletzten Tag die Gewinnerin. „Ich finde Ratespiele total spannend. Mir war vor allem das Mitmachen wichtig, nicht der Preis“, betont die 36-Jährige. Sie sei zwar nicht in Schwerin geboren, sondern in Lübz, lebe aber schon seit 20 Jahren in der Landeshauptstadt. Beim Rätselraten konnte sie nun beweisen, dass sie sich hier bestens auskennt. „Ich bin viel unterwegs in der Stadt, früher mit meinem Hund, jetzt mit meinem Sohn Aaron, und schaue mich dabei gern um“, erklärt die Kita-Erzieherin. Dann fügt sie noch hinzu: „Ich finde es toll, dass die SVZ jedes Jahr in der Adventszeit zu Rätselspielen einlädt, mit denen wir unsere Stadt noch besser kennen lernen können. Und man schaut beim Spazierengehen viel genauer hin“, sagt sie lachend.

Potenzial für das Adventsrätsel nächstes Jahr ist auf jeden Fall noch reichlich vorhanden . Denn insgesamt hat die Landeshauptstadt in ihrer Denkmalliste mehr als 110 Kunst-Objekte im öffentlichen Raum verzeichnet. Dazu gehören 40 Skulpturen, wie zum Beispiel die oben abgebildete Schildkröte am Löwenplatz, und fast ebenso viele Personendenkmale. Hinzu kommen etwa zwei Dutzend Krieger- und Ereignisdenkmale wie beispielsweise der Runde Tisch.

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