zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 01:15 Uhr

Wir in Rastow : Leser bringen ihre Themen an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kommunalserie: Beim SVZ-Stammtisch in Rastow gab es neben Lob und Kritik auch viele Anregungen für weitere Geschichten

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Mehr als 100 Senioren aus Rastow kümmern sich seit Jahren um den Rosengarten in ihrem Dorf. Sie hegen und pflegen die Blumenbeete, die sich im Dorfkern befinden. Jetzt müssen aber auch mal Rosenpflanzen ausgewechselt werden. Denn etliche sind nach den Jahren verbraucht, einfach zu alt. „Das machen wir am 4. Mai“, erzählt Brigitte Grunow, Vorsitzender der Ortsgruppe der Volkssolidarität Rastow. Das Geld für die neuen Rosen stellt die Gemeinde bereit, die ihrerseits froh ist, mit den Senioren einen verlässlichen Partner in der Pflege dieser Anlage zu haben. Denn das machen sie schon seit vielen Jahren. Einmal im Monat, in der Regel am ersten Mittwoch eines Monats, treffen sich die Rentner, um das Arreal zu jäten, zu hacken, zu harken, heruntergefallene Zweige und kleine Äste aufzusammeln und die Rosen auch mal zu beschneiden. Der Lohn ihrer Mühen: Wunderschön blühende Rosen im Sommer.

„Uns muss keiner zu den Arbeitseinsätzen rufen. Der Termin ist bei uns gesetzt“, betont die Rastowerin. Schade nur, dass sie davon in der Zeitung bislang noch nichts gelesen hat, sagte sie gestern beim SVZ-Stammtisch in Rastow, zu dem wir im Zuge unserer Aktion „Meine Heimat –Meine Zeitung eingeladen hatten. Gern kommt die SVZ-Lokalredaktion für Schwerin und das Umland am 4. Mai nach Rastow, um über diese Pflanzaktion zu berichten. Um solche direkten Kontakte geht es uns.

Die Kommunalserie „Meine Heimat – Meine Zeitung“ stieß gerade bei den Bürgermeistern von Rastow, Lübesse, Sülstorf und Uelitz auf großes Interesse. Beim Blick auf die Haushaltszahlen wurde den Kommunalpolitikern eins deutlich: Alle haben die gleichen Sorgen und Probleme. Grundübel ist oft das fehlende Geld. Dennoch waren sie sich einig, dass Gemeinde- oder Ämterfusionen nicht die Lösung sein können. Denn dabei würden Ehrenamt und Bürgernähe auf der Strecke bleiben.

Eins der Sorgenkinder ist auch die Feuerwehr. Hier fehlt oft das Geld für neue Ausrüstungen oder Wettkämpfe. Manchmal scheitert es auch an der Mannschaftsstärke für die Einsatzbereitschaft. So lehnt es die Gemeindevertretung Rastow ab, dass ihre Wehr für einen Abschnitt der A 14 Verantwortung übernimmt. Gleichwohl wollen die Feuerwehren der Region noch enger zusammenarbeiten.

Auch Pastorin Kristin Gatscha war der Einladung ins Rastower Gemeindehaus gefolgt. Sie hatte gleich mehrere Themen, die sie mit den Lokalredakteuren besprechen wollte. Besonders am Herzen liegt der Seelsorgerin, dass jeder Verstorbene eine würdige Bestattung erhält. Denn das ist nicht immer so. „Ich finde es ein Unding, dass ein gerichtlich bestellter Betreuer mit dem Tod seines Mandanten seine Arbeit beendet.“ Gern würde die Uelitzer Pastorin beispielsweise eine Trauerfeier für die Bewohner der Pflegeeinrichtung organisieren oder auch für eine würdevolle Bestattung sorgen. „Oft höre ich dann von den Bestattern, dass sie Sorge haben, dass es am Ende niemand bezahlt“, ergänzt sie, erklärt aber, dass dafür keine Kosten entstehen würden. Wir Lokalredakteure werden uns auch um dieses Thema kümmern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen