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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 05:05 Uhr

Schwerin : Lennart trickst den Automaten aus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bei der dritten Nacht des Wissens konnten Schweriner in viele Unternehmen und Einrichtungen schauen – und Angebote ausprobieren

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Voller Stolz packt Lennart seine Süßigkeiten in die Taschen. Das Naschwerk hat er sich weder mit dem Taschengeld gekauft, noch ergaunert. Nun ja, Letzteres vielleicht ein bisschen. „Ich habe einfach einen Papierstreifen in den kleinen Automaten gesteckt und er hat funktioniert. Ich musste kein Geld reinstecken“, erklärt der Sechsjährige im Schweriner Hacklabor. Warum das funktioniert hat, ist Lennart egal. Er hat nur Augen für die Süßigkeiten. Doch seine Eltern, Mandy und Christoph Mertins, interessiert genau diese Frage: Wie lässt sich der Automat austricksen?

Eine Antwort darauf erhielten sie am Sonnabend – bei der Schweriner Nacht des Wissens.„In dem kleinen Automaten ist ein einfacher Sensor eingebaut. Der überprüft nur, ob etwas in den Schlitz gesteckt wurde“, erklärt Michael Milz. Gemeinsam mit seinen Freunden und Kollegen vom Schweriner Hacklabor stand er seinen Gästen Rede und Antwort. Doch auch für ältere Besucher hielt das Hacklabor Interessantes bereit: Bei Vorträgen zu den Themen „Bitcoins“ und „Darknet“ informierten Milz und seine Kollegen ausgiebig über aktuelle Entwicklungen des Internets.

Zeitgleich boten 18 weitere Unternehmen und Einrichtungen Rundgänge und Einblicke in ihre tägliche Arbeit – wie die Mitarbeiter von Airsense. Die Schweriner Firma vertreibt Gefahrenstoffdetektoren, die auf der ganzen Welt eingesetzt werden, um Kampfstoffe zu „erschnuppern“. „Die Geräte sind praktisch eine verbesserte Nase“, erklärt Wolf Münchmeyer, einer der beiden Airsense-Geschäftsführer.

Wie die künstlichen Nasen funktionieren, erfährt Lennart dieses Mal nicht. Nach dem Ausflug in die Stadtbibliothek, ins Planetarium und ins Hacklabor geht es für ihn nach Hause. „Im nächsten Jahr sind wir länger unterwegs“, sagt Papa Christoph.

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