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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 18:45 Uhr

Diskussion : Leitbild-Debatte bringt Schwung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tourismus-Werbung baut frische Ideen in die Marketing-Strategie ein und erntet breite Zustimmung für Neuausrichtung, aber auch Kritik

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 12:00 Uhr

„Wir haben ein sehr positives Feedback von unseren Partnern zur Tourismus-Leitbild-Debatte“, sagt Katharina Lawrenz, Marketing-Leiterin der Stadtmarketing-Gesellschaft Schwerin. „Die Zeit war ganz offensichtlich reif für eine Neuorientierung, die das Schloss und die Kulturangebote der Stadt stärker in den Fokus der Außenwerbung rückt und dabei effizienter wird als bisher“, so Lawrenz. Die auf der Tourismus-Konferenz im Speicher-Hotel vorgestellten Leitlinien, die von der Rostocker Werbeagentur Werk 3 aus Workshops herausgefiltert wurden (SVZ berichtete), sollen nun zeitnah umgesetzt werden. Das betreffe sowohl die Print-Produkte wie den Kompass-Reiseführer, den Urlaubskatalog, die verschiedenen Flyer und vieles mehr, als auch den Online-Auftritt der Stadtmarketing und die Kommunikation mit Partnern.

Lawrenz begrüßt sehr, dass die Vorstellung des neuen Leitfadens eine öffentliche Diskussion ausgelöst hat – wie sich auch in der SVZ widerspiegele. Denn das neue Konzept sei nichts Statisches, sondern ein in Bewegung befindlicher Prozess, der stetig fortgeschrieben werde. Dabei sollen auch weitere Anregungen diskutiert werden.

Die kommen auch von SVZ-Lesern. Irene Wiens zum Beispiel schreibt: „Es kommt nicht darauf an, wie viele Touristen da sind, sondern wie viel Geld sie in die Stadt bringen. Als Zielgruppen sollten die bedacht werden, die Geld hier lassen. Dafür müsste Schwerin erst einmal an sich selbst arbeiten: Bessere Hotels, bessere Restaurants, besserer Service. Das ist die Aufgabe, die zu bewerkstelligen wäre.“

Brigitte Bretzmann kritisiert die Fokussierung der Außenwerbung auf das Schweriner Fürstenhaus. „FF II. als Galionsfigur eines Landes, als Zugpferd für den Tourismus, ist geschmacklos und peinlich. Wie jeder andere Monarch tat er alles, seine Macht zu halten. Jeder , der ihm suspekt war, kam ins Gefängnis, bekam Berufsverbot oder musste emigrieren wie Julius und Moritz Wiggers, John Brinckman, Ludwig Reinhard, die Reihe ließe sich fortsetzen. In die Regierungszeit von FF II. fallen die meisten Auswanderungen. Außerdem gehen die Norddeutschlandtouren für Österreich und die Schweiz an Schwerin vorbei.“




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