Leser aus Leezen kritisiert Zustände in Wohnblock : Leezener will mehr Wohnqualität

Mehrfach hat Mieter Michael Haase an die Wohnungsverwaltung gewandt. Denn der Leezener ist mit dem Zustand seiner Wohnung nicht zufrieden.  Fotos: Katja Müller
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Mehrfach hat Mieter Michael Haase an die Wohnungsverwaltung gewandt. Denn der Leezener ist mit dem Zustand seiner Wohnung nicht zufrieden. Fotos: Katja Müller

Michael Haase fordert vom Vermieter Reparaturen – der hält die aber nur bedingt für nötig

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08. Juni 2017, 05:00 Uhr

Seit fast vier Jahren wohnt Michael Haase in der Leezener Seestraße. Mit dem Ausblick aus seiner Wohnung ist er sehr zufrieden, auch die Nachbarschaft sei nett. Einziges Manko, so der ehemalige Berliner, ist der Zustand seiner Wohnung. Einen Teil hat Michael Haase selbst zu verantworten, räumt er ein. „Doch es gibt Sachen, die waren von Anfang an nicht in Ordnung“, erklärt er und erzählt von den defekten Heizkörpern. Es müssten Ventile getauscht werden. In den kühleren bis kalten Monaten würden die Heizkörper die Wohnräume auf maximal 17 Grad Celsius erwärmen. „Im Mietvertrag steht etwas von mindestens 21 Grad“, sagt Haase.

Das Problem hat er bei der Schweriner Hausverwaltung, die den Block in Leezen für den Vermieter betreut, bereits mehrfach geschildert. Beim Immobilienbüro verweist man jedoch auf den Vermieter und der erklärt: „Das Problem mit der Heizung wurde mir in diesem Jahr übermittelt, eine entsprechende Firma ist beauftragt“, so Ingolf Bartels auf Nachfrage der Redaktion. Allerdings würde sich das jetzt nicht reparieren lassen. „Dazu muss die Heizung nämlich voll laufen und das ist bei den sommerlichen Temperaturen nicht der Fall“, führt Bartels weiter aus. Der Vermieter macht zudem auch keinen Hehl daraus, dass es mit Mieter Haase immer wieder Probleme gibt. „Er hat nicht ohne Grund einen Betreuer und nimmt es auch mit der Ordnung selten genau“, versucht Bartels es freundlich auszudrücken. Manche Investitionen will er auch vorerst nicht tätigen. „Das macht keinen Sinn, denn wenige Wochen später wäre alles runtergewohnt“, schiebt der Hausbesitzer hinterher.

Dass an dem Block in der Seestraße noch einiges getan werden müsse, das weiß Ingolf Bartels wohl. „Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass es die niedrigsten Mieten in ganz Leezen sind. Wenn ich eine Million oder mehr ins Haus für Sanierungen stecke, dann muss ich auch die Miete erhöhen oder es geht eben nur Stück für Stück“, führt er das Problem weiter aus.

Zu der langen Mängel- und Wunschliste von Michael Haase erklärt der Hausbesitzer: „Wenn ich davon weiß und wenn es auch wirklich gemacht werden muss, dann kümmere ich mich auch darum.“ So werde er in den nächsten Tagen noch einmal um das Problem mit den undichten Fenstern kümmern. Zu den laut Michael Haase stets verstopften Abflüssen im Bad kontert er allerdings: „Wenn dort nur Unrat reingetan wird und nicht gespült wird, dann kann jede Woche der Sanitärdienst kommen.“ Und auf den Kosten bleibe er letztlich sitzen. „Über die Zahlungsmoral des Mieters sage ich jetzt lieber nichts“, schob Bartels hinterher.

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