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Rückblick auf 2012 : Laufhallen-Brand hielt Polizei in Atem

vom

Der Brand der Schweriner Laufhalle hielt die Polizei in diesem Jahr besonders in Atem. Im Gespräch mit der SVZ zieht Schwerins Polizeichef Ingo Renk eine Bilanz.

svz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 06:06 Uhr

Schwerin | Meterhoch schlugen die Flammen, der dunkle Rauchpilz war bis zum Dreesch zu sehen. Ein Großfeuer legte Ende März dieses Jahres die Laufhalle am Lambrechtsgrund in Schutt und Asche. Schaden: drei Millionen Euro. Für die Kripo war schnell klar: Es geht um Brandstiftung. Rund sieben Monate nach dem verheerenden Feuer konnten die Ermittler den mutmaßlichen Täter präsentieren: Ein 22-jähriger Schweriner, der in der Halle zunächst nach Wertgegenständen gesucht haben soll, steht im dringenden Verdacht, die Flammen entfacht zu haben.

"Der 22-Jährige sitzt weiterhin in Untersuchungshaft", sagte Schwerins Polizeichef Ingo Renk jetzt bei einer Jahresbilanz. Wegen des großen öffentlichen Interesses habe der Ermittlungs erfolg in Sachen Laufhalle eine be sondere Bedeutung. "Uns ist es aber darüber hinaus gelungen, auch noch eine Reihe weiterer wichtiger Fälle aufzuklären", betonte Renk. So seien der Polizei zwei 16-Jährige ins Netz gegangen, denen nicht nur der Brand in der ehemaligen Kaufhalle in der Otto-Guericke-Straße im April, sondern auch noch 35 Keller einbrüche und und 25 weitere Straftaten zur Last gelegt werden könnten. 50 Einbrüche in Einfamilienhäuser und Gartenlauben soll ein 43-Jähriger auf dem Konto haben, den die Schweriner Ordnungshüter in diesem Jahr ebenfalls fassten. Drei Tatverdächtige im Alter von 14, 16 und 19 Jahren ermittelte die Polizei schließlich im Zusammenhang mit einer Serie von 20 Autoaufbrüchen im Stadtgebiet.

Neben der Kriminalitätsbekämpfung spielte auch die Prävention in der Po lizeiarbeit dieses Jahres wieder eine wesentliche Rolle. Zentrales Projekt: "Zivico". Sabine R. Mielke vom Verein "Die Platte lebt", Günter Nitzschke, Vorsitzender der Stadtteilkonferenz in der Weststadt, der Schüler Philipp Ascher und Polizeioberkommissarin Madlen Fafczynski werben mit ihrem Gesicht für mehr Zivilcourage. Vor dem Innenministerium im Arsenal war in diesem Monat des erste Plakat enthüllt worden. "Im kommenden Jahr werden wir das Bild mit den vier Schwerin ern im ganzen Stadtgebiet zeige n", kündigte Polizeichef Ing o Renk an. Außer dem werde es gemeinsame Projekte unter anderem mit Schulen geben . Das Ziel: "Die Bürger sollen nicht weg schauen, wenn sie Zeugen von Straftaten werden", so Renk.

Zwar habe es in diesem Jahr keine Großdemonstrationen in Schwerin gegeben, berichtete der Inspektions leiter, doch sei die Polizei bei mehreren öf fentlichen Veranstaltungen besonders gefordert gewesen, etw a bei den Freundschaftsspielen MSV Pampow - Hamburger SV und FC Eintracht Schwerin - FC Hansa Rostock, beim Schweriner Schlosstriathlon, beim Fünf-Seen-Lauf und bei der CDU-Regiona lkonferenz. Gleich mehrere politis che Versammlungen habe es am 9. Juni gegeben, dazu das Public Viewing auf der Freilichtbühne zur Fußball-Euro pameisterschaft. "Die Fußball-Übertragungen auf der Bühne im Schlossgarten haben sich aus unserer Sicht bewährt", bilanzierte Renk.

Abschließende Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung und zum Einsatzgeschehen in diesem Jahr kann der Polizeichef noch nicht nennen. Auffällig sei aber beispielsweise dieser Trend: "Die Zahl der Auto aufbrüche auf Friedhofsparkplätzen ist in diesem Jahr deutlich zurückgegangen", schilderte Renk. Habe es im Jahr 2010 noch 15 und im Jahr 2011 sogar 17 Aufbrüche gegeben, seien in diesem Jahr erst in drei Fällen Autoknacker am Werk gewesen. "Die Warnschilder, die wir gemeinsam mit dem Weißen Ring auf den Parkplätzen aufgestellt haben, zeigen Wirkung", so Renk.

Der Leiter der Schweriner Inspektion, Chef von rund 260 Mitarbeitern, appelliert an alle Kraftfahrer in der Landeshauptstadt, sich an die Regeln im Straßenverkehr zu halten. So habe die Polizei bereits bis Mitte November bei Kontrollen allein fast 5000 Geschwindigkeitsübertretungen und mehr als 1700 Gurt verstöße registriert.

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