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13. Dezember 2017 | 19:44 Uhr

Schwerin : Laufhalle soll Ende des Jahres stehen

vom

Noch liegt die Fläche an der Schweriner Von-Flotow-Straße im Winterweiß. Doch am Ende des Jahres soll hier bereits die neue Laufhalle genutzt werden können. Der Neubau soll 3,6-Millionen Euro kosten.

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erstellt am 21.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Weststadt | Knapp ein Jahr nachdem die Laufhalle im Lambrechtsgrund abgebrannt ist, sollen die Stadtvertreter am 11. März über einen Neubau entscheiden. Dem Hauptausschuss wurde eine entsprechende Vorlage der Verwaltung zugeleitet.

Seit dem 24. März 2012 haben die Leichtathleten des Sportgymnasiums, des Schweriner SC und weiterer Sportvereine keine guten Wintertrainingsmöglichkeiten mehr. In den Morgenstunden dieses Tages war die 1972 gebaute Laufhalle nach einer Brandstiftung in Flammen aufgegangen und wurde samt ihrem Inventar völlig zerstört. Nach mehreren Gutachten und etlichen Verhandlungsrunden mit der Ostdeutschen Kommunalversicherung kann jetzt der Neubau einer Halle in Angriff genommen werden. Die Versicherung hat der "Wiedererrichtung" unter bestimmten Bedingungen zugestimmt und wird die Finanzierung zunächst bis zu einer Gesamtsumme von fast 3,6 Millionen Euro übernehmen.

Gebaut werden soll aber nicht am alten Standort. "So können die gerade neu entstandenen Kugelstoßanlagen, die vier Beachvolleyball-Plätze und der Speeranlaufbereich erhalten bleiben", heißt es aus dem Sportamt der Stadt. Statt dessen soll die Laufhalle jetzt "auf dem alten Werferplatz hinter dem Stadion Lambrechtsgrund an der Von-Flotow-Straße" errichtet werden. "Die unmittelbare Nähe zum Stadion Lambrechtsgrund, die Möglichkeit der Doppelnutzung von bestimmten Sportgeräten oder die Möglichkeit die neue Leichtathletikhalle dann als Einlaufhalle bei Veranstaltungen im Stadion oder auch umgekehrt nutzen zu können, würde eine weitere Verbesserung der Trainings- und Wettkampfbedingungen mit sich bringen." Die Versicherung trägt das mit, weil die Halle auf dem "Versicherungsgrundstück Lambrechtsgrund" stehen wird.

Die neue Halle wird kein einfacher Eins-zu-Eins-Wiederaufbau der alten Laufhalle sein. Die Stadt will "eine moderne, zeitgemäße und an den Anforderungen des Internationalen Leichtathletikverbandes orientierte Trainingshalle für die Sportart Leichtathletik", so Sportdezernent Dieter Niesen. Die überbaute Fläche wird etwa eineinhalb Mal so groß sein, wie die der alten Halle. Geplant sind zwei 200 Meter Rundlaufbahnen, sechs Sprintbahnen á 60 Meter, eine Weitsprunggrube, eine Hochsprung- und eine Stabhochsprunganlage, sowie Sanitär- und Umkleideräume. Die Kurven der Laufbahnen werden nach internationalen Standards überhöht. Kosten soll die neue Leichtathletikhalle 3,43 Millionen Euro. Die Zahl stützt sich auf ein Gutachten aus dem Mai 2012. Dazu kommen Gründungskosten von fast 141 000 Euro, so die Versicherung.

Gebaut und betrieben werden wird die Halle von der Lambrechtsgrund Betriebsgesellschaft. Die hatte in einem PPP-Projekt (Public-Private-Partnership) bereits die anderen Anlagen im Lambrechtsgrund von der Landeshauptstadt übernommen und war auch für die alte Laufhalle verantwortlich. Im Rahmen der Verträge zahlt die Landeshauptstadt einen jährlichen Zuschuss.

Dass der Wiederaufbau so lange auf sich warten ließ, lag an den langwierigen Gesprächen mit der Versicherung, so Dieter Niesen. Es musste eine Reihe von Gutachten erstellt werden. Jetzt seien die Planungen aber abgeschlossen. Wenn die Stadtvertreter im März eine positive Entscheidung fällen, kann mit dem Bau sofort begonnen werden. "In Betrieb genommen werden soll die Halle dann Ende dieses Jahres", so Wieland Schaible von der Betriebsgesellschaft.

Der Wiederaufbau der Leichtathletikhalle hat laut Verwaltung auch "Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse von Familien": "Die sich verbessernden Trainingsbedingungen lassen erwarten, dass wieder mehr Kinder und Jugendliche den Weg in die Sportvereine finden."

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