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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 03:01 Uhr

Hässlicher Anblick : Laubberge ärgern Anwohner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wohnungsgesellschaft Schwerin reagierte sofort auf Kritik von Neu Zippendorfern: Beauftragte Firma zog Reinigung vor

von
erstellt am 22.Dez.2014 | 22:00 Uhr

„Scheinbar hat die zuständige Wohnungsgesellschaft WGS kein Interesse, wenigstens das Umfeld in unserem Stadtteil Neu Zippendorf ein wenig sauber zu halten. Jeder potenzielle Mieter wendet schnell sein Auto, wenn er das Elend vor unserem Wohnblock sieht“, beklagte sich unser Leser Norbert Höfs aus der Perleberger Straße über die Laubberge und überquellende Mülleimer entlang des Gehweges. „Schon im vergangenen Jahr haben viele Bürger aus unserem Block in Eigeninitiative das Laub zusammengeharkt. Nach einer Beschwerde bei der WGS gab es dann ein paar riesige Laubtüten für ,unser‘ Laub. Da gerade die Jahresendabrechnung ins Haus flatterte, finden sich dort natürlich auch Kosten für die Gartenpflege. Leider klappt diese gerade im Umfeld der Perleberger-Wittenberger-Straße überhaupt nicht mehr.“

Die WGS reagierte allerdings sofort: „Wir stehen zu dem Standort. Aus Blättern oder einem leider überfüllten Mülleimer sollte keiner die fehlende Begeisterung der WGS für Neu Zippendorf ableiten“, sagte WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig auf SVZ-Anfrage. Und er erklärt: „In den vergangenen Tagen waren zwei Starkwindfronten – teilweise an der Küste mit Böen von Stärke zehn – über Norddeutschland gezogen. In Schwerin waren wir zum Glück nur durch die Ausläufer tangiert.
Aber der Laubfall war sowohl durch mehrere Kältetage als auch die Windfronten intensiv.“ Der beauftragte Betrieb habe deshalb zuerst die Pflicht zur Verkehrssicherung der öffentlichen Wege in allen Wohnanlagen erfüllt, berichtete der WGS-Chef. Dies habe die Firma Klemt bereits abweichend vom vereinbarten Grünflächenplan vollzogen. Zudem habe der Betrieb aufgrund des akut hohen Anfalls entschieden: erst sichern, dann abfahren. Nach der Kritik unseres Lesers sei die geplante Entsorgung des Laubes vorgezogen worden, so Köchig, „Ärgerlich ist der Füllstand des Mülleimers, er ist für einen frequentierten Gehweg eventuell generell zu klein“, sagte der WGS-Chef. Er sei freiwillig von der WGS aufgestellt worden, „um die Verschmutzung der Fläche durch Dritte zu verringern. Wir werden die Situation aufmerksamer beobachten. Der Mülleimer wurde heute ebenfalls geleert“, berichtete Köchig.

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