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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 08:39 Uhr

Loch an Loch : Lankows Gehwege sind eine Zumutung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anwohner sauer über die vielen Stolperfallen – für Sanierung fehlt das Geld

von
erstellt am 14.Jan.2015 | 16:00 Uhr

Lose Platten, tiefe Löcher und Stolperfallen sind auf den Gehwegen in Lankow keine Seltenheit. Immer wieder gab es in den vergangenen Tagen Beschwerden am Heißen Draht über den schlechten Zustand der Fußwege. „Ich wohne zwar noch nicht lange hier in Lankow, aber die schlimmen Gehwege sind mir gleich aufgefallen. Gerade bei schlechtem Wetter und in dieser dunklen Jahreszeit muss man wahnsinnig aufpassen, dass man nicht fällt. Ich bin schon so manches Mal gestolpert“, sagt Reinhard Mißfeld. Besonders schlimm sei es in der Rahlstedter Straße. Auch Kwara Kats ärgert sich über die vielen lockeren Platten: „Ich bin nicht sehr gut zu Fuß. Da wird der Weg zum Einkauf zu einem Hindernislauf.“

In der Schleswiger und auch in der Flensburger Straße sind die Gehwege in einem ähnlich schlechten Zustand. Dort sind an einigen Stellen sogar große Wasserlachen. Die Gullys sind vom Laub verstopft und die Fußgänger müssen über die Grünflächen ausweichen. „Das ist ein Unding. Aber auch die schlechten Wege sind eine Zumutung. Es ist kein Wunder, denn so viele fahren mit schweren Wagen auf die Platten, keiner macht sich einen Kopf und die Anwohner haben das Nachsehen“, moniert ein Fußgänger.

Wolfgang Winkler, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Schwerin-Lankow eG., weiß um das Problem der schlechten Wege: „Wir sind in diesem Fall aber nicht zuständig. Das ist Sache der Stadt, doch ich werde gleich unseren Hausmeister losschicken“, sagt er auf Nachfrage der Redaktion. Winkler weiß auch, dass die Stadt keine „großen Handlungsspielräume“ hat. „Die Kassen sind leer, da kann man gar keine großen Erwartungen haben“, erklärt er.

Bei den Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin ist das Problem auch bekannt. „Im Rahmen der Unterhaltungsarbeiten an den städtischen Geh- und Radwegen wurden auf den genannten Wegen verkehrssicherheitsrelevante Schäden im vergangenen Jahr repariert beziehungsweise Unterhaltungsarbeiten durchgeführt“, erklärt Bereichsleiter Axel Klabe. In der Rahlstedter Straße wurden 2014 allein 15-mal Reparaturen durchgeführt, ergänzt er. Aufgrund der in diesen Bereichen bestehenden Wurzelprobleme komme für eine dauerhafte Verbesserung nur ein grundhafter Ausbau einschließlich der Beseitigung der Wurzeln in Frage. Aber dafür fehle das Geld – 2015 seien keine umfassenden Reparaturen vorgesehen.

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