Schweriner Filmkunstfest : Lange Nacht mit 26 kurzen Filmen

Immer ein Anziehungspunkt des Filmkunstfestes: die Kurzfilmnacht im Speicher in der RöntgenstraßeDetlef Klose
Immer ein Anziehungspunkt des Filmkunstfestes: die Kurzfilmnacht im Speicher in der RöntgenstraßeDetlef Klose

Kurzfilme sind seit jeher fester Bestandteil des Schweriner Filmkunstfestes. Und die traditionelle Kurzfilmnacht ist gerettet: Fans des Genres kommen am Freitag im Speicher auf ihre Kosten.

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02. Mai 2013, 10:18 Uhr

Schelfstadt | Ein Markenzeichen des Schweriner Filmkunstfestes ist seine Vielfalt, der Facettenreichtum von Film und Kunst. Kurzfilme sind seit jeher fester Bestandteil des Programms. Darunter waren in der Vergangenheit auch solche Hochkaräter wie Pepe Danquardts "Schwarzfahrer", der seinem Regisseur in Hollywood einen Oscar in der Kategorie Kurzfilm bescherte. Doch diese kleinen Streifen laufen nicht nur im Wettbewerb, sie haben auch ein eigenes kleines Festival, die traditionelle Kurzfilmnacht. Doch die stand in diesem Jahr angesichts der Sparzwänge, denen auch das Filmkunstfest ausgesetzt ist, zunächst auf der Kippe, konnte dann aber doch gerettet werden. Sie findet morgen Abend um 20 Uhr im Speicher statt.

"Wir haben uns wieder für den Speicher als Aufführungsort entschieden, weil er einfach ideal für die Kurzfilmnacht ist", sagt Cheforganisator Jörn Wille. Die technischen und baulichen Voraussetzungen, die noch aus der Zeit stammen, als im selben Haus das Landesfilmzentrum mit seinen vielen Ablegern ansässig war, seien optimal, die Bewegung im Publikum, die bei einer langen Nacht immer latent sei, würde sich dank der mehreren Zugänge zum Saal nicht störend auswirken. "Und die Zusammenarbeit mit Dieter Manthey, dem Leiter des soziokulturellen Zentrums, und seiner Crew ist ausgezeichnet und seit vielen Jahren zuverlässig", betont Wille.

Das Programm der Kurzfilmnacht ist wieder ausgesprochen reizvoll. Insgesamt werden 26 Streifen gezeigt, in drei Blöcken gegliedert. "Es gibt lustige und traurige Filme, ernste und amüsante Themen und viele spannende künstlerischen Umsetzungen", kündigt Wille an. Besonders am Herzen liegen ihm die Filme "made in MV". Dazu gehören zum Beispiel "Glaubensfrage" von Jönna Zander. Thematisiert werden aktuelle Ereignisse wie die Papstwahl, die Doping-Affäre im Radsport und andere. Auch der Streifen "weiß/schwarz" der Initiative "Klappe gegen Rechts" oder der tiefsinnige Kurzfilm "Pech" von Steffen Vielhauer stammen aus unserem Land. Lustig wird es, wenn "Rising hope" von Milen Vitanov über die Leinwand flimmert, ein Animationsfilm, der die Geschichte eines Rennpferdes erzählt. "Trash" von Daniel Asadi Faezi dagegen zeigt das Elend der Müllsammler in Indien. In Kai Stänickes ästhetischem Film "Cold star" geht es musikalisch zu.

Die Kurzfilmnacht lebt aber auch von der Moderation. Die übernimmt in diesem Jahr wieder Christian "Moe" Möller, der schließlich auch die Prämierung vornimmt. Denn die ersten drei Publikumsfavoriten werden noch am Abend gekürt. Musikschüler David Jonitz am Saxofon sorgt zwischendurch für Unterhaltung, zudem wird das Projekt "Klappe gegen Rechts" vorgestellt. Das komplette Programm der Kurzfilmnacht ist im Internet unter filmkunstfest-mv.de zu finden.

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