Sparprogramm : Landrätin tritt auf Kostenbremse

Kerstin Weiss, Landrätin des Landkreises Nordwestmecklenburg.
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Kerstin Weiss, Landrätin des Landkreises Nordwestmecklenburg.

Kerstin Weiss kommt Kritikern des Erweiterungsbaus am Kreissitz entgegen und schlägt Kostensenkung von 9 auf 8,5 Millionen Euro vor

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19. November 2014, 22:00 Uhr

Die Landrätin von Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss (SPD), reagiert auf die anhaltende Kritik wegen des geplanten Erweiterungsbaus am Wismarer Kreissitz in der Rostocker Straße und stellt eine Kostensenkung um 500 000 Euro in Aussicht. In einer jetzt veröffentlichten Presseerklärung unterbreitet die Landrätin den Vorschlag, die Kosten für den Parkplatz zu halbieren, „indem zwar die Fläche erworben, jedoch auf die Versiegelung und weitere Ausbaumaßnahmen verzichtet und der Parkplatz in einfacher Ausführung hergerichtet wird“. Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau plus Parkplatz würden so von insgesamt 9 Millionen auf 8,5 Millionen Euro sinken.

Der Vorschlag wurde dem Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung vorgestellt. Die Fraktionsvorsitzenden Thomas Grote (CDU) und Wolfgang Glaner (SPD) signalisierten laut Presseerklärung „bereits ihre Zustimmung und begrüßten ausdrücklich den Vorschlag“.

Auf der Kreistagssitzung am 6. November hatten sich zwar 31 der insgesamt 61 Abgeordneten nochmals für den Erweiterungsbau ausgesprochen. „Trotzdem wird das Neubauvorhaben im Hinblick auf die Kosten von vielen kritisch gesehen“, so die Landrätin. Ihr sei bewusst, „dass es sich um öffentliche Mittel und damit Steuergelder handelt, mit denen sparsam umzugehen ist. Vor diesem Hintergrund habe ich mit meinem Fachdienst Bau und Gebäudemanagement noch einmal abgeprüft, wo Einsparpotenziale vorhanden sind.“

„Wir sind ganz offen für Einsparungen“, erklärt dazu Linken-Fraktionschef Björn Griese gegenüber unserer Zeitung. Allerdings glaubt der Wariner „noch nicht so recht daran“. Seine elfköpfige Fraktion tagte Anfang nächster Woche, da werde das Thema angesprochen. Kreistagsmitglieder von dden Linken aus Wismar hätten davor gewarnt, dass das ins Auge gefasste Parkplatz-Areal „bei Hochwassergefahr nicht nutzbar sein könnte“, so Griese. Außerdem sei das Gebiet sehr sumpfig. Der Linken-Fraktionschef geht davon aus, dass die bei der Kreistagssitzung genannte Summe von 8,1 Millionen Euro nur für den Erweiterungsbau „noch nicht der letzte Stand ist. Ich befürchte, dass noch zwei Millionen dazukommen“, so Griese.

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