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Rohrbruch in Schwerins Innnenstadt : Land unter: Junger Firma droht das Aus

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Höher als 30 Zentimeter hat das Wasser in Sabine Nötzelmanns Kosmetikstudio am Pfaffenteich gestanden. Nach einem Rohrbruch bahnte es sich am Freitagabend 21 Minuten lang ungehindert seinen Weg.

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erstellt am 23.Apr.2013 | 09:53 Uhr

Schelfstadt | "Ich habe nur geheult", gibt Sabine Nötzelmann offen zu. Höher als 30 Zentimeter habe das Wasser am Freitagabend in ihrem Kosmetikstudio am Pfaffenteich in der August-Bebel-Straße gestanden. Und dabei hatte die Haustür noch Schlimmeres abgehalten, denn dort war der Pegel höher als einen Meter. Nach einem gewaltigen Rohrbruch bahnte sich das Wasser 21 Minuten lang seinen Weg, bis es durch die Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Schwerin (WAG) abgestellt werden konnte.

Der Notruf erreichte den Bereitschaftsdienst der WAG um 19.25 Uhr. Um 19.46 Uhr waren die Leitungen dicht. Damit kein Wasser mehr floss, mussten alle Abzweigungen der Hauptleitung manuell verschlossen werden. "Das haben die zwei Mitarbeiter gut erledigt", betont Volkhardt Zillmann, Gruppenleiter Wasserversorgung der WAG. Da die beiden Männer aus ihrem Feierabend geholt werden mussten, sei der Zeitraums vertretbar gewesen. Den Rohrbruch führt Zillmann auf Bewegungen im Untergrund zurück - unter anderem durch den sinkenden und steigenden Wasserspiegel des Pfaffenteichs verursacht. Hinzu komme Materialermüdung der Gusseisenrohre. 1904 wurden sie verlegt. In den vergangenen 20 Jahren habe es keine Zwischenfälle gegeben. "Das Unglück war für uns nicht vorherzusehen", betont Zillmann.

Ebenso wenig für Sabine Nötzelmann. Aufgrund von Renovierungsarbeiten in ihren Betriebsräumen lagerte das komplette Inventar, in Kisten verpackt, auf dem Fußboden und nicht, wie üblich, in Regalen. Nach 20 Uhr wurde sie telefonisch von der Hausverwaltung über die Situation informiert. Es blieb keine Zeit, wenigstens die technischen Geräte in Sicherheit zu bringen. "Ein Totalschaden", sagt die 32-Jährige. Auf mehrere zehntausend Euro beläuft er sich. Welche Versicherung haftet, ist noch unklar. Doch die Kosmetikerin lässt sich nicht entmutigen, sie will ihr Studio so bald wie möglich wieder öffnen. Die Firma "Tief- und Kulturbau" hat die Fahrbahn zunächst provisorisch geflickt. Wann die Schäden endgültig behoben werden, ist noch offen.

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