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Schweriner Nahverkehr : Land lässt Straßenbahnen rollen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zuschuss in Höhe von mehr als 1,5 Millionen Euro ermöglicht Unterhaltungsarbeiten am Schienennetz des Schweriner Nahverkehrs

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Der Schweriner Nahverkehr kann im kommenden Jahr seine Gleisanlagen weiter in Schuss bringen – eine Finanzspritze vom Land macht es möglich. Infrastrukturminister Christian Pegel überreichte gestern einen Zuwendungsbescheid in Höhe von mehr als 1,5 Millionen Euro. Das Geld ist speziell für die Förderung des Straßenbahnverkehrs in der Landeshauptstadt gedacht.

Normalerweise unterstütze das Land die kommunalen Verkehrsbetriebe bei der Anschaffung von Bussen, erklärte Pegel. Schwerin und Rostock erhielten jedoch einmal im Jahr auch eine Förderung für ihr Straßenbahnnetz. Wer eine Straßenbahn betreibe, müsse ja nicht nur für die Fahrzeuge aufkommen, sondern auch seine „Straße“ selbst bauen, sagte Pegel. Und die Unterhaltungskosten für ein Schienennetz seien erheblich.

So dankte Schwerins Nahverkehrs-Chef Norbert Klatt denn auch herzlich für den Zuschuss. Es sei in der Bundesrepublik durchaus nicht selbstverständlich, dass ein Land den Straßenbahnverkehr in einer Kommune auf diese Weise fördere, betonte Klatt.

Rund 2,5 Millionen Euro steckt der Nahverkehr nach Angaben seines Geschäftsführers jedes Jahr in den Erhalt seiner Schienenanlagen, inklusive Stromversorgung. Mit dem neuen Geld vom Land sollen unter anderem der Kreuzungsbereich Lennéstraße erneuert, Haltestellen in Lankow weiter behindertengerecht ausgebaut und an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Fugen zwischen Schienen und Straßen saniert werden.

Der Nahverkehr will aber im nächsten Jahr nicht nur in sein Schienennetz, sondern auch in seine Busflotte investieren – und bekommt für diesen Zweck ebenfalls Unterstützung vom Land. Insgesamt zwölf Millionen Euro sollen die 32 Busse kosten, die der städtische Verkehrsbetrieb anschaffen möchte. 7,3 Millionen Euro spendiert das Land. „Diese Förderung ist auf vier Jahre angelegt“, erläuterte Minister Pegel.

177-mal ist jeder Landeshauptstädter im vergangenen Jahr mit Bus und Straßenbahn in Schwerin gefahren – statistisch gesehen. Trotz Tariferhöhung konnte der Nahverkehr bei den Fahrgastzahlen zulegen: Mehr als 16 Millionen Fahrgäste zählte der Verkehrsbetrieb im Jahr 2014. Diese Zahlen gab Geschäftsführer Klatt seinem Gast aus der Landesregierung mit auf den Weg. Minister Pegel zeigte sich sichtlich beeindruckt: Das Angebot des Nahverkehrs werde benötigt, um die Mobilität in der Landeshauptstadt zu gewährleisten, sagte er.

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