Schwerin : Land investiert kräftig in Schwerin

Noch bremst das Winterwetter die Bauleute aus: An der Graf-York-Straße soll im Juni Richtfest für den dreigeschossigen Neubau der Bereitschaftspolizei gefeiert werden.
Noch bremst das Winterwetter die Bauleute aus: An der Graf-York-Straße soll im Juni Richtfest für den dreigeschossigen Neubau der Bereitschaftspolizei gefeiert werden.

Vom neuen Depotgebäude bis zum Museumshof: Für Bauvorhaben werden dieses Jahr 70 Millionen Euro ausgegeben

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05. März 2018, 12:00 Uhr

Für Bauvorhaben des Landes in Schwerin will Finanzminister Mathias Brodkorb in diesem Jahr rund 70 Millionen Euro bereitstellen. Größter Posten dabei ist der Neubau von Depots und Werkstätten für das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege und das Staatliche Museum. Die Erdarbeiten dafür sind seit Januar im Gange, mit der Errichtung des Rohbaus soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Der riesige Bau in der Stellingstraße wird gut 21 000 Quadratmeter Grundfläche haben. Das ist mehr als das Schlosspark-Center insgesamt an Verkaufsfläche auf drei Ebenen hat. Das Depot-Gebäude wird mit 113  000 Kubikmetern Rauminhalt ausreichend Platz für unterschiedliches Kulturgut in verschiedenen Abteilungen bieten: für Gemälde, Grafiken, Kunsthandwerk, Porzellane, Keramiken, Holzobjekte, Metallgegenstände, Bücher, Karten und vieles mehr. Hinzu kommen Fachwerkstätten für die Restauration.

Das langgestreckte Gebäude soll sich aber in den Hang oberhalb des Slüterufers einfügen, so dass es nicht wie ein massiver Klotz wirkt. Außerdem soll die Fassade mit vertikalen Kupferpaneelen mit verstellbaren Lamellen verkleidet werden, die dem Baukörper Eleganz verleihen. „Wir werden abschnittsweise bauen. Die Fertigstellung des Komplexes ist für 2021 vorgesehen“, sagt Robert Klaus, der Leiter des Schweriner Geschäftsbereiches des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes (BBL).

Kräftig gewerkelt wird auch am Neubau für die Schweriner Bereitschaftspolizei-Hundertschaft und deren Kfz-technischen Bereich am Polizeizentrum in der Graf-Yorck-Straße. Knapp zehn Millionen Euro wird das Objekt kosten, das Richtfest ist für Juni geplant. Der dreigeschossige Neubau wird 3420 Quadratmeter Nutzfläche haben.

Ein weiterer erheblicher Posten im Bauetat des BBL ist die Restaurierung der Fassaden der Hofseite des Staatlichen Museums und die Neugestaltung des Museumshofes. Die Fassadensanierung wird gleich nach der Winterpause beginnen, die Erneuerung des musealen Innenhofes aber erst, wenn dies abgeschlossen ist – voraussichtlich ab 2020, so der Schweriner BBL-Chef. Das Volumen der Gesamtmaßnahme beziffert er auf knapp vier Millionen Euro.

Vierte große Baumaßnahme des Landes in Schwerin ist die Sanierung des Dokumentationszentrums für die Opfer der Diktaturen am Demmlerplatz. Zellentrakt und Gefängnishöfe, Fassaden, Dach und Hofmauern werden instand gesetzt, die ehemalige Wäscherei als Veranstaltungsraum ausgebaut. Das kostet 2,1 Millionen Euro und soll Mitte dieses Jahres fertig sein.

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