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Verdi auf dem Alten Garten : La Traviata: Oper mit Schlossblick

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Staatstheater setzt Aufführung der großen Verdi-Werke im Sommer auf dem Alten Garten fort, aber dreht diesmal die Bühne

von
erstellt am 15.Jan.2015 | 17:00 Uhr

Das Mecklenburgische Staatstheater bringt bei den diesjährigen Schlossfestspielen die Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi auf die Bühne. Vom 3. Juli bis 9. August wird das Meisterwerk unter freiem Himmel auf dem Alten Garten aufgeführt. Regisseur Georg Rootering und Bühnenbildnerin Romaine Fauchère stellten gestern ihre Ideen für die Inszenierung und für das Bühnenbild vor. Das Besondere dieser Aufführung: Das Publikum blickt direkt in Richtung Schloss.

„Die Handlung gibt es diesmal her, dass wir das Schloss als Sichtachse einbeziehen können“, sagt Rootering und ist schon dabei, seine Ideen vorzustellen. „La Traviata ist wesentlich intimer als Nabucco, deshalb brauchen wir auch nicht so eine große Bühne“, sagt der Regisseur. Dass sie dennoch mit 27 Metern Breite und 8,50 Metern Höhe keineswegs normale Ausmaße hat, sei der Dimension des Alten Gartens geschuldet.

Romaine Fauchère greift wieder auf das Prinzip großer Rahmen zurück, mit denen sie die Spielfläche schnell und sicher variieren kann. Im Mittelpunkt der Bühne hat sie ein fünf mal 17 Meter großes Portal platziert, in dem sich mehrere Rahmen befinden, die herausgezogen und sogar gedreht werden können. „So können wir den Raum schließen oder öffnen, poetische, intime Bilder für das verliebte Paar schaffen oder romantische Landschaften mit Schloss zeigen“, erläutert Rootering. Und Fauchère ergänzt: „Mein Wunsch ist, durch Spiegelungen das Schloss sogar auf die Bühne zu holen.“ Ihre Inspirationen habe sie sich bei erneuter Lektüre des Vorbild-Romans von Alexandre Dumas geholt. „Es gibt einen ständigen Wechsel der Handlungsorte, so wie der Tagesablauf einer Kurtisane damals eben war. Dem müssen wir mit unserem Bühnenbild Rechnung tragen“, erklärt die Schweizerin. Und sie sehe die Rahmen auch als Fenster zur Seele.

Hinzu komme, dass die Handlung des Stücks auch immer wieder durch zeitliche Sprünge unterbrochen werde. „Die Vergangenheit holt Violetta immer wieder ein, sei es durch die Erinnerung an ihre Herkunft oder durch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen“, so Rootering. „Die Entdeckung der Liebe hat Dynamik, hat Sprengkraft. Aber die Fesseln der Gesellschaft sind eng.“ Das verspreche Spannung.

Darauf freut sich auch schon Intendant Joachim Kümmritz. „Wir haben mit Regisseur Georg Rootering, Bühnenbildnerin Romaine Fauchère, Generalmusikdirektor Daniel Huppert und Chordirektor Ulrich Barthel ein eingespieltes Team am Start, das eine hochkarätige Inszenierung garantiert. Diese Qualität ist zugleich Voraussetzung dafür, dass wir erneut viele Unterstützer für unsere Schlossfestspiele finden konnten, so Kümmritz.

Karten für „La Traviata“ gibt es an der Theaterkasse, Telefon 0385-53 00 123 und im Internet unter kasse@theater-schwerin.de.

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