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Sicherheit auf der A14 bei Plate : Kurze Einsatzwege für die Wehren

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Brandschützer bitten Verkehrsminister Christian Pegel um Unterstützung für Notauffahrten zur A 14 – einige Ideen sind umsetzbar.

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erstellt am 10.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Wenn es auf der Autobahn kracht, sind es oft wenige Minuten, die zwischen Leben und Tod entscheiden. Da komme es zum einen auf gute Technik, zum anderen auf kurze Rettungswege an. Und genau die bereiten Amtswehrführer Markus Eichwitz und seinen Brandschutz-Kollegen aus den umliegenden Gemeinden immer wieder Sorgen. Deshalb hatten sie sich gestern Verkehrsminister Christian Pegel und Ronald Normann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr eingeladen.

„Die Feuerwehren Plate, Goldenstädt und Raben Steinfeld betreuen auch die A  14 mit, doch die Zufahrten sind spärlich“, bringt er es auf den Punkt. Der Verkehrsminister lauscht andächtig jeder einzelnen Zahl, die die Brandschützer vorrechnen: „Momentan kommen wir nicht über Goldenstädt auf die Autobahn, sondern müssen bis Fahrbinde fahren. Das sind sieben Minuten mehr Fahrzeit. Klingt wenig, ist aber im Notfall viel“, betont Eichwitz. Gleiches gelte für den Abschnitt von Schwerin Ost bis Fahrbinde. Muss die Wehr aus Raben Steinfeld zu einem Unfall ausrücken, brauchen die Helfer rund 25 Minuten Fahrzeit. Von Goldenstädt zum Rastplatz Plater Berg seien es 18 Minuten, ergänzte Landtagsabgeordneter und Crivitzer Feuerwehrmann Thomas Schwarz. Um diese Zeiten zu minimieren, haben die Brandschützer konkrete Vorschläge, mit denen sie sich an den Minister und die Verkehrsbehörde wenden. So wünschen sie sich eine Notauffahrt bei Goldenstädt, eine am Rastplatz Plater Berg und eine dritte bei Consrade. Wünsche, die bei Ronald Norman, der für die Autobahnen zuständig ist, die Sorgenfalten auf die Stirn wandern lassen. „Wir müssen beachten, dass der Verkehr auf der Autobahn sehr schnell unterwegs ist und wir nicht einfach Abschnitte öffnen können“, sagte er und verweist zudem auf strenge Vorgaben vom Bund, der Eigentümer der Autobahn ist.

Feuerwehrauffahrten werden Chefsache: Verkehrsminister Pegel schaute sich gestern auf Einladung von Amtswehrführer Markus Eichwitz (l.) und Landtagsabgeordneten Thomas Schwarz gemeinsam mit Tim Hölker, Heike Isbarn und Ronald Normann (v.l.) die Problemstellen entlang der Autobahn 14 an.
Feuerwehrauffahrten werden Chefsache: Verkehrsminister Pegel schaute sich gestern auf Einladung von Amtswehrführer Markus Eichwitz (l.) und Landtagsabgeordneten Thomas Schwarz gemeinsam mit Tim Hölker, Heike Isbarn und Ronald Normann (v.l.) die Problemstellen entlang der Autobahn 14 an. Foto: Katja Müller
 

Ein paar Lösungsansätze gab es nach der Besichtigung der entsprechenden Stellen dann doch: „Wenn hier ein Tor vorkommt und wirklich abgesichert ist, dass nur die Feuerwehr die Auffahrt auf die A 14 nutzt, dann wäre das durchaus denkbar“, sagt Minister Pegel und deutet auf die bislang gesperrte Zufahrt zur A  14 bei Goldenstädt. Dafür müsse ein entsprechender Antrag bei der Verkehrsbehörde gestellt werden. Für eine Auffahrt zum Rastplatz Plater Berg sei dies schwieriger. Zwar gäbe es erste Vorgespräche mit dem angrenzenden Landwirt, der eine Zufahrt über seine Flächen gestatten müsste und abgeschlossene Planungen, doch auch hier sieht Pegel eine Möglichkeit. Eichwitz und seseine Kollegen werden einen Antrag stellen. Um die nötigen finanziellen Mittel will sich Thomas Schwarz kümmern.

Der dritte Wunsch, eine Notauffahrt bei Consrade, zerplatzte binnen weniger Sekunden. „Hier führt die Gas-Trasse entlang. Da reden wir über Investitionen von 500 000 Euro“, sagt Normann und winkt ab. Eine letzte Chance gibt es aber für die Plater: Wenn der Ausbau der A 14 weiter vorangeschritten ist, können Brandschützer, Gemeinde und Amt einen Antrag auf eine direkte Autobahnanbindung stellen. Die Chancen dafür? „Gar nicht so schlecht“, sagte Verkehrsminister Pegel. Allerdings sei Geduld gefragt, denn vor 2023 wäre das nicht umgesetzt. Die Brandschützer sind zufrieden: „Wir wissen jetzt, was zu tun ist und werden Anträge schreiben“, sagte Markus Eichwitz.

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