Schwerin : Kurhaus träumt weiter vor sich hin

So sah das Kurhaus vor zehn Jahren aus – fast genauso erscheint es noch heute den Spaziergängern am Franzosenweg.
So sah das Kurhaus vor zehn Jahren aus – fast genauso erscheint es noch heute den Spaziergängern am Franzosenweg.

2008 war in Zippendorf ein Gesundheitszentrum geplant, später Wohnungen

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14. Mai 2018, 21:00 Uhr

Das hörte sich vielversprechend an: Im ehemaligen Kurhaus auf dem Bornberg in Zippendorf sollte eine medizinische Fortbildungsakademie mit Gesundheitszentrum und Hotelbetrieb entstehen. Das Gesundheitszentrum sollte unter anderem Anwendungen in der Osteoporose-Reha, Psychotherapie und Psychosomatik offerieren, außerdem Krankengymnastik sowie Beauty und Wellness. 32 Einzel- und 20 Doppelzimmer, ein Gourmet-Restaurant, ein Café und eine Bar waren im Hotel geplant. Rund neun Millionen Euro Investitionskosten wurden in einer ersten Schätzung veranschlagt. „Ich bin von dem Objekt überzeugt“, sagte der Schweriner Projektentwickler Dr. Horst Brandt. Und als Krönung war sogar ein Steg angedacht, der von der Mitte des Zippendorfer Strandes aus 45 Meter in den See ragen sollte.

Um es vorweg zu nehmen: Die Idee wurde nicht in die Tat umgesetzt. Das Kurhotel steht noch heute genauso leer wie vor zehn Jahren. Mehrere andere Ideen, die vor allem den Umbau zum Wohnhaus mit Neubauten nebenan präferierten, sind in den vergangenen Jahren ebenfalls gescheitet. Eine Entwicklergruppe aus Bayern teilte beispielsweise im vergangenen Sommer mit, dass die ursprünglich geplante Finanzierung nicht klappt.

Das Kurhaus entstand 1910 mit 63 Zimmern, zehn Jahre später musste es wegen zu hoher Verluste verkauft werden, 1931 wurde es zwangsversteigert. 1956 zog der SC Traktor in das Haus, 1984 wurde es ans Lederwarenkombinat verkauft, 1990 ging es an die Treuhand über. Das Dach wurde nun gedeckt, neue Leitungen verlegt. Ein geplanter Hotelkomplex und eine Internet-Uni werden angedacht, aber nicht umgesetzt.

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