Internationaler Museumstag in Schwerin : Kunstverein widmet sich dem "Ende"

Gesichter als Sprache der Kunst: Bettina Zimmer verewigt 'Die Verschwundenen' mit Tusche auf Papier. Foto: Stefanie Milius
Gesichter als Sprache der Kunst: Bettina Zimmer verewigt "Die Verschwundenen" mit Tusche auf Papier. Foto: Stefanie Milius

Der Kunstverein Schwerin widmet sich einem tabuisierten Thema: dem Tod. Interessierte können sich davon am Sonntag bei der Veranstaltung zum Internationalen Museumstag im E-Werk überzeugen.

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10. Mai 2013, 11:29 Uhr

Schwerin | Einem tabuisierten Thema widmet sich der Kunstverein Schwerin: dem Tod. Das Sterben, aber auch das Leben, das steten Veränderungen unterworfen ist, stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung unter dem Titel "Ende". Anlässlich des Internationalen Museumstages am Sonntag, 12. Mai, beteiligt sich der Verein am Fest der Schweriner Museen und lädt Kunstinteressierte zu einer besonderen Veranstaltung in das E-Werk ein. Von 15 Uhr an führen Kinder die erwachsenen Besucher durch die Schau. Sie ist das Ergebnis des Wettbewerbs "Call of Members", dessen Preisträger das Neue Atelierhaus Panzerhalle Potsdam und der Schweriner Kunstverein sind.

Zu sehen sind Werke unter anderem von Christian Aberle, Katharina Fengler, Kiki Gebauer, Sibylla Weisweiler und Neil Tayler. Die Künstler haben sich intensiv mit der Thematik Tod und den mit ihm verbundenden Aspekten aus einander gesetzt. So sind auch Hinweise auf Vanitas-Symbole - Motive für die Vergänglichkeit alles Irdischen wie Sanduhren und Schädel - zu finden. Gezeigt wird zudem, wie sich das Thema des spätmittelalterlichen Totentanzes von der Kunst in das Medium Film verlagert hat und in Gestalt von Zombies auftaucht. Fragen zu den Werken von Kiki Gebauer beantwortet die Künstlerin selbst. Sie steht den Besucher von 17 Uhr an für ein Künstlergespräch zur Verfügung.

Internationaler Museumstag: Veranstaltungen am Sonntag in der Landeshauptstadt

Staatliches Museum: Kuratoren führen durch die Fotografie-Ausstellung „Knut Wolfgang Maron – Ein Leben“, die Geburtstagsausstellung zum 450. Jubiläum der Schlosskirche „Hier stehe ich“ und erläutern die Beziehungen der Künstler Marcel Duchamp, Merce Cunningham, John Cage und Robert Filliou; 14 bis 16 Uhr Kinder gestalten Materialcollagen; 15 Uhr Siegerehrung des Fotowettbewerbs „Ein Gegenstand – aus meiner Sicht“.
Schloss Schwerin: Puppentheater, Kostümführungen rund um Rittertum und Minne-Bräuche; Lesung der Kinderbuchautorin Sylvia Völzer über die Abenteuer des Nashorns Clara; Kreativwerkstatt: Museumspädagogin Susanne Klett gibt von 11 bis 14 Uhr Bauanleitungen für Schatzkästchen, anschließend können Kinder mit Buchillustratorin Ursula Kirchberg malen, zeichnen und kleben.
Eisenbahn- und Technikmuseum: Ausstellung historischer Lokomotiven und Triebwagen, Signal- und Stellwerktechnik; Miniaturanlagen und maßstabsgetreue Modelle von Holzbildhauer Klaus Schümann.
Schleswig-Holstein-Haus: 10 bis 18 Uhr Ausstellung von Klaus J. Albert und Weggefährten, Keramiken von Martin Lichtmann sowie Street-Art und Menschenrechte in Ägypten.
Flippermuseum: 10 bis 18 Uhr freies Spiel an über 80 Geräten und offene Werkstatt; 11 und 15 Uhr Führung „Ostdeutsche Automaten – von den 30er Jahren bis zur Wende“; Generationen-Turnier: Punkte sammeln durch sechs Jahrzehnte.
Kunst-Wasser-Werk: Künstler lassen sich über die Schultern schauen.

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