Großbrand in Schwerin : Kunststoffe in Flammen, schwarzer Qualm über der Stadt

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Foto: Lisa Kleinpeter

Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten, Feuer mittlerweile gelöscht

svz.de von
07. April 2018, 08:46 Uhr

Dicke Rauchwolken haben sich am Morgen über den Schweriner Süden und Teile des Westens gelegt. Grund war ein Brand auf der Gelände einer Folienveredelungsfirma in der Ludwig-Bölkow-Straße in den Göhrener Tannen. Dort war aus bislang noch unbekannter Ursache ein sogenannter BigPack, in welchem Rejekte gelagert werden, die bei der Kunststoffherstellung entstehen, in Brand geraten. Etwa 200 Quadratmeter standen in einem Außenlager in Flammen.

 

7.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Insgesamt 49 Einsatzkräfte waren im Einsatz, auch um zu verhindern, dass sich der Brand auf die Halle und das angrenzende Brachland ausbreitete. Die Mitarbeiter vor Ort konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, es gab zunächst keine Verletzten. Auch die Maschinen wurden nicht beschädigt. Allerdings mussten sich nach dem Einsatz zwei Beamte der Berufsfeuerwehr aufgrund von leichten Brandverletzungen in medizinische Behandlung begeben.

Da aber potentiell gesundheitsschädigende Stoffe austraten, wurden die Anwohner dazu aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Dämpfe hätten aber keine Gifte enthalten, sagte eine Sprecherin. Die Firma nutze die Folien, um Plastiktüten für Lebensmittel herzustellen.

Durch die eingesetzten Kräfte des Polizeirevieres Schwerin wurden angrenzende Straßen vorübergehend gesperrt und der Verkehr umgeleitet, allerdings wurden die Absperrungen durch Schaulustige und Passanten massiv missachtet.

Auch die Firmen in der Nähe waren betroffen, so hatte Nestle Klimaanlage und Lüftung heruntergefahren. Nach einiger Zeit war das Feuer unter Kontrolle gebracht, gegen 9:40 Uhrder Brand gelöscht.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen. Der entstandene Gesamtschaden wird nach Begutachtung durch Polizei, Firmenverantwortlichen und Feuerwehr derzeit auf 10.000 Euro geschätzt.

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