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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 18:40 Uhr

Schloss Wiligrad : Kunstauktion lockte Besucher an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf Schloss Wiligrad wurden Arbeiten von Künstlern der „Leipziger Schule“ und anderer internationaler Größen versteigert

svz.de von
erstellt am 04.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Gleich zwei Höhepunkte konnten Besucher am Sonnabend auf Schloss Wiligrad erleben: Der Kunstverein präsentierte zum einen die neue Ausstellung mit Arbeiten von Moritz Götze. Der Maler und Grafiker zeigt Malerei, Grafik und Emaille-Arbeiten. Der Hallenser stellt hier zum ersten Mal aus. Seine Mutter Inge Götze war vor fünf Jahren mit Malerei, Textil und Zeichnungen vertreten, erzählt der 50-Jährige. Der Norden ist aber auch ihm vertraut. Nicht nur, weil er in Laage bei Güstrow einen Zweitwohnsitz hat. Er stellte schon in der Rostocker Kunsthalle aus, im Schweriner Museum, im Kunstkaten Ahrenshoop. „In der Regel bin ich jedes Jahr mit einer Ausstellung im Norden vertreten“, sagt Moritz Götze. Den Schwerpunkt seiner Arbeiten setzt der Künstler in Bildern aus der deutschen Geschichte. So nahm er den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 ins Visier, nationales Einheitsstreben oder preußisches Kriegstreiben.

Seine Installation „Scapa Flow“ fand – auch wegen der Größe – besonderes Augenmerk. Damit erinnert er an ein Ereignis aus dem Jahr 1919. In der schottischen Bucht „Scapa Flow“ wurde am 21. Juni jenes Jahres die Kaiserlichen Marine versenkt – auf Befehl des Konteradmirals Ludwig von Reuter. 74 Schiffe gingen unter.

Einen Originalbrief von Friedrich II zu Mecklenburg-Schwerin aus dem Jahre 1678, den der Künstler auf einer Autographen-Auktion ersteigert hatte – hat er zu einem Kunstwerk verarbeitet. Auch die anderen Bilder bzw. Emaille-Arbeiten fanden Bewunderer. Die Ausstellung kann bis zum 21. September besichtigt werden: dienstags bis sonnabends von 10 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Der zweite Höhepunkt war die Kunstaktion: Das Leipziger Buch- und Kunstantiquariat versteigerte Gemälde, Zeichnungen und Grafiken von Künstlern der „Leipziger Schule“ und von anderen internationalen Künstlern, so Arbeiten von Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Neo Rauch, Marc Chagall, Andy Warhol. Kunstinteressierte konnten sich zuvor ausgiebig über diese Werke informieren. Die Auktion selbst fand – dank der Unterstützung des Kunstvereins – im Ausstellungsraum statt. Die Bieter kamen u. a. aus Wismar, Satow bei Güstrow oder Hamburg. Die meisten Bilder aber, so Auktionator Dr. Michael Ulbricht gegenüber SVZ, gingen nach Berlin. Die Arbeiten von Marc Chagall, Joseph Beuys, aber auch historische Karten und Ansichten von Schwerin gingen alle weg. Großes Interesse fanden ebenso die Arbeiten von Armin Müller-Stahl. Mit dem Ergebnis der Auktion war der Veranstalter zufrieden, die Auktion rundum gelungen. „Wir kommen wieder“, betont Ulbricht. Ein Teil des Auktionserlöses kommt dem Kunstverein Wiligrad zugute.

 

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