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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Oktober 2017 | 09:57 Uhr

Kunst für jedermann : Kunst auf Knopfdruck

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Kirchenladen hängt ein umgebauter Zigarettenautomat, in dem kleine Werke von unterschiedlichen Künstlern schlummern

von
erstellt am 04.Feb.2015 | 16:00 Uhr

„Wir haben den ersten Kunstautomaten Schwerins in unserem Laden. Es ist eine ganz tolle Sache“, erzählt Kirchenladen-Mitarbeiterin Elke Neumann stolz. Klein und originell seien die Kunstbotschaften, die als Liebesbotschaft auf dem Weg zur Freundin, als Geschenk zum Geburtstag oder als Mitbringsel zum Treffen gedacht sind.

Seit 23. Januar ist der Kirchenladen in der Wismarschen Straße 143 nun geöffnet, und genauso lange hängt auch der Kunstautomat an der Wand im Laden. „Man weiß nie, was man bekommt, wenn man sich ein Kunstpäckchen holt. Es ist immer eine Überraschung“, erzählt Neumann freudig. Für zwei mal zwei Euro – so steht es auf dem Automaten – kann man sich eine fünf mal acht Zentimeter große Schachtel aus dem umgebauten Zigarettenautomaten ziehen. In der Schachtel sind Bilder, Drucke, Objekte, Zeichnungen, aber auch Literatur in Form von Lyrik, und Prosa zu finden. Außerdem liegt jedem Werk ein Beipackzettel bei, der einen kleinen Einblick in das Leben und Werk des jeweiligen Künstlers gibt.

Der Automat im Kirchenladen spucke ausschließlich Kunst mit christlichem Bezug aus, versichert Neumann. Sie sei auf einen Flyer von Andreas Petzke aufmerksam gemacht geworden. Er vertreibe die bunten Apparate, die ausschließlich an öffentlichen Orten aufgestellt werden. „Ich habe ihn einfach angerufen und dann ging es auch schon ganz schnell“, erzählt die 36-Jährige. Petzke befülle jeden Automaten unterschiedlich – mit Werken von mehr als 2000 Künstlern. „Ganz toll ist auch, dass jeder Automat ein Unikat ist“, betont Neumann.

„Viele Schweriner sind neugierig und gucken sich den Automaten an, aber nur einige trauen sich dann auch, eine Kunstbotschaft zu ziehen“, erzählt die junge Frau. Viele Menschen wollen einfach wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Man müsse sich aber auf das Experiment einlassen. „Niemand weiß vorher, was er bekommt. Und genau da liegt doch auch der Reiz“, beschreibt Elke Neumann.



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