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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 16:05 Uhr

Rat und Tat : Kulturrat gegründet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue Stimme für Erhalt, Belebung und Stärkung der Kulturlandschaft in und um Schwerin

von
erstellt am 06.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Gießkannen-Förderung oder Leuchtturm-Politik? Die Unterstützung der Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist nahezu dauerhaft in der Kritik. Gerade in Schwerin kämpfen nicht nur die Bürger der Landeshauptstadt, sondern auch viele Kulturinteressierte von außerhalb für den Erhalt der vielfältigen Angebote, deren Aushängeschild zweifelsfrei das Staatstheater ist. Ein genereller Kahlschlag konnte so bislang vermieden werden. Nachdem Kultusminister Mathias Brodkorb deutlich gemacht hatte, bei wichtigen Entscheidungen mehr auf Expertenmeinungen zu setzen, sprich den Landeskulturrat einzubeziehen, hatten sich mehrere lokale Räte als Zuarbeiter gebildet – nur nicht in Schwerin. Das ist nun anders.

Mit renommierten Gründungsmitgliedern wie Festivalleiter Volker Kufahl, Theaterregisseur Ralph Reichel, Literaturwissenschaftlerin Dr. Rita Gerlach-March oder Pädagogin Anne-Kathrin Holz soll jetzt auch in der Landeshauptstadt das einfache Ziel umgesetzt werden: die gemeinsamen Interessen von Kulturschaffenden und Kulturinteressierten nach innen zu vernetzen und nach außen zu vertreten. Eingeladen zum nächsten Treffen im Kunsthaus Kontor am 19. Mai um 18 Uhr sind daher alle Unterstützer – Anmeldung: kultur-schutz@ web.de.

„Der ‚kulturratschlag (X) schwerin‘ will die vielen Stimmen der Kultur Schwerins zu einem kraftvollen Chor bündeln, der nicht nur in der Stadt, sondern auch in der Region und im Land Gehör findet. Ziel ist die Erhaltung, Belebung und Stärkung einer fruchtbaren Kulturlandschaft in und um Schwerin. Wir wollen gemeinsam über die Kultur in Schwerin
beratschlagen und der Kulturpolitik auf Stadt- und Landesebene mit unserem Rat zur Seite stehen“, heißt es in der Gründungserklärung, die unter Federführung der Aktion Kulturschutz entstand.

Kurzfristige Erfolge und vorläufige Aufschübe könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bedrohung der Kultur in Schwerin noch anhalte. Sie sei, unmittelbar vor der Kommunalwahl, nur einem Burgfrieden gewichen: Die Streichliste des Innenministeriums liege nach wie vor auf dem Tisch, über das Theater ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wir brauchen den Kulturrat, so die Initiatoren, „Es ist an der Zeit, die Schweriner Kultur zu stärken, ihr mehr Gehör und Schlagkraft zu verschaffen“.

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