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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 21:31 Uhr

Weiterentwicklung : Kulturforum wird gestärkt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtvertreter votieren einstimmig für Weiterentwicklung des kommunalen Schleswig-Holstein-Hauses

von
erstellt am 28.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Mit überraschender Einmütigkeit hat sich die Stadtvertretung für die Stärkung des Schleswig-Holstein-Hauses als städtisches Kulturforum ausgesprochen. War noch vor zwei Jahren von mehreren Fraktionen eine Privatisierung angestrebt worden, stimmten jetzt alle Stadtvertreter für das neue Konzept, mit dem die Attraktivität und damit auch die Besucherzahl, also die Einnahmen erhöht werden sollen.

Stadtvertreterin Julia-Kornelia Romanski von den Linken trat als erste ans Mikrofon und betonte: „Ich freue mich, dass die Fachausschüsse diesen Antrag befürworten, denn es ist ein gutes, auf Nachhaltigkeit angelegtes Konzept.“ Kulturausschussvorsitzende Susanne Herweg von der CDU stellte klar: „Wir sind uns bewusst, dass angesichts der angespannten Haushaltssituation eine Entscheidung für den Antrag nicht leicht ist, aber die Vorgaben sind mit Sachverstand diskutiert und gut durchdacht.“ Auch Eberhard Hoppe von der SPD und Regina Dorfmann von den Grünen stellten sich hinter den Antrag, Kultur sei ein wichtiger Standortfaktor für Schwerin. Silvio Horn, Fraktionschef der Unabhängigen Bürger, fügte noch einen, aus seiner Sicht besonders wichtigen Aspekt hinzu: „Der entscheidende Faktor, damit dieses gute Konzept erfolgreich umgesetzt werden kann, ist die Besetzung des Chef-Postens. Wir brauchen für das Schleswig-Holstein-Haus einen Leiter, der für das Kulturforum brennt.“ Dem stimmten alle Stadtvertreter zu.

Das Konzept sieht im Wesentlichen vor, die Schlüsselaktivitäten zu konzentrieren. Das bedeutet: lieber weniger, aber dafür hochwertige, besucherorientierte Ausstellungen, Stärkung des Marketings – auch personell – und Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Stadtmarketing-Gesellschaft und weiteren Kooperationspartnern, Flankierung von Ausstellungen und Veranstaltungen mit Rahmenprogrammen und Gründung eines Fördervereins. „Es gibt bereits Zugpferde, die ihre Bereitschaft an der Mitarbeit in so einem Gremium bekundet haben, wie etwa Günter Grass und Björn Engholm. Deshalb muss jetzt schnell gehandelt werden“, forderte Herweg.

Ziel der Maßnahmen ist aus wirtschaftlicher Sicht, dass ab 2016 die städtischen Zuschüsse um 74 000 Euro reduziert werden können.

Um die Attraktivität vor allem des Eingangsbereiches zu erhöhen und das Haus funktionaler zu gestalten, sind auch bauliche Veränderungen notwendig. Dafür sollen knapp 50 000 Euro aufgewendet werden, die von der Stadt und dem Land getragen werden. Die zunächst geplante Wiedereröffnung eines kleinen Cafés im städtischen Kulturhaus wird auf Empfehlung des Beratenden Beauftragten vorerst nicht in Angriff genommen.

 

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