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„Schweriner Kultur- und Gartensommer“ : Kultur soll künftig unter ein Dach

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Bei der „1. Schweriner KulturWerkStadt“ mit Fachleuten und Interessierten soll heute das Konzept zur Kulturentwicklung für die nächsten fünf Jahre erarbeitet werden.

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erstellt am 14.Nov.2011 | 11:11 Uhr

Gleich drei um Besucher wetteifernde Jazzveranstaltungen verschiedener Anbieter an einem Wochenende, die Qual der Wahl, welche Vernissage am Freitagabend besucht wird oder unabgestimmte Werbung für Einzelveranstaltungen in Schwerin – das soll Geschichte sein. Mit der erst kürzlich aus der Taufe gehobenen gemeinsamen Dachmarke „Schweriner Kultur- und Gartensommer“ sei ein wichtiger Schritt zu diesem Ziel gemacht worden, sagt Oberbürgermeisterin und Kulturdezernentin Angelika Gramkow. Jetzt soll die Dachmarke mit Leben gefüllt werden.
Der Kulturbericht des in den vergangenen beiden Jahren Geleisteten liege bereits seit Mai dieses Jahres allen Beteiligten in der Schweriner Kulturszene und der Stadtpolitik vor. Jetzt gelte es, die Ziele für die Zukunft zu definieren, sagt Gramkow. Die heutige erste kulturpolitische Konferenz unter wissenschaftlicher Begleitung von Sabine Steffens werde ganz neue Impulse setzen, sind sich Gramkow und ihre Leiterin des Kulturbüros, Marita Schwabe, sicher. „Die Kulturnacht hat vor Kurzem gezeigt, was möglich ist, wenn vorher gemeinsam auf Augenhöhe verhandelt und geplant wird“, sagt Gramkow.

Dabei könnten die Partner nicht unterschiedlicher sein: Die Oberbürgermeisterin möchte sowohl das städtische Kulturbüro wie auch staatliche Einrichtungen in der Landeshauptstadt wie Museum oder Landesbibliothek, aber auch private Anbieter wie die Stadtmarketing Gesellschaft, Musikschulen, die C&M, die Kongresshalle und Freilichtbühne betreibt, und natürlich die zahlreichen Vereine und Initiativen vom Kunst-Wasser-Werk über die Gallery Berger bis hin zum Kunstverein im Interesse Schwerins vereinen. „Mit der Stadtmarketing Gesellschaft gibt es bereits eine Kooperation, von der C&M gibt es deutliche Signale, unter dem gemeinsamen Dach mitzuwirken“, sagt Gramkow.
Am Ende eines längeren Prozesses sieht Gramkow eine Art „Kulturbetrieb Schwerin“ mit einer angemessenen Basisfinanzierung für fünf Jahre stehen, der mit einer wirtschaftlichen und einer kulturellen Führung ausgestattet freier agieren kann, als es in der Klammer einer Verwaltung gehe. Nur so ließe sich abgestimmt handeln – im Interesse attraktiver und abwechslungsreicher Angebote für Besucher, aber auch„um kulturelle Bildung und Wertevermittlung zu verstärken“, sagt Gramkow. „Denn das ist auch Präventionsarbeit bei Kindern und Jugendlichen. Und zwar eine, die allen Beteiligten Spaß macht.“
Die „1. Schweriner KulturWerkStadt“ beginnt heute um 9 Uhr in der Aula der Volkshochschule. Am Vormittag werden Kulturexperten aus Jena und Schwerin mit ihren Referaten Impulse für die Werkstatt-Arbeit am Nachmittag geben. Dazu sind die Schweriner Kulturakteure eingeladen, um mit Vertretern aus Kirche, Politik und Medien zu den Themen Kulturerbe, Kulturmarketing, Netzwerkarbeit und Kreativwirtschaft in den Dialog zu treten. Von 13 Uhr an sollen interessierte Bürger mit zu Wort kommen. Das Interesse an der „1. Schweriner KulturWerkStadt“ ist groß: Mehr als 100 Kulturschaffende haben sich angemeldet, darunter auch aus Rostock und weiteren Städten des Landes. In Arbeitsgruppen werden Themen debattiert wie Kulturerbe, Kommunikation, Potenziale oder Wünsche. Die Ergebnisse des Tages fließen in die Erarbeitung des Kulturentwicklungskonzeptes 2012-2017 ein. Spätestens im Herbst kommenden Jahres will die Oberbürgermeisterin das Papier den Stadtvertretern vorlegen.

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